Aktientipp: Nestlé: China-Mix und lukrativer Kaffee-Dreh

Aktientipp: Nestlé: China-Mix und lukrativer Kaffee-Dreh

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Grafik: Kursverlauf der Nestlé-Aktie 2002-2011

Wie es um die Aktie des Schweizer Nahrungsmittelskonzerns Nestlé bestellt ist.

Für 1,7 Milliarden Dollar stieg der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé im Frühjahr bei Hsu Fu Chi ein, dem führenden Süßwarenhersteller Chinas. Die Behörden müssen noch zustimmen, die Chancen dafür stehen gut. Nestlé ist seit mehr als 20 Jahren in China aktiv, betreibt Forschungszentren und Fabriken. Im April sicherten sich die Schweizer die Mehrheit an Yinlu Foods, einem Spezialisten für Dosennahrung.

China ist mit seiner Bevölkerung von 1,3 Milliarden Menschen der wichtigste Wachstumsmarkt für die weltweite Nahrungsmittelindustrie. Im vergangenen Jahr machte Nestlé hier knapp drei Prozent seines weltweiten Umsatzes. Mit den jüngsten Zukäufen dürfte dieser Anteil deutlich zulegen. Über den Konzern gerechnet, kann sich der Anteil des Schwellenländer-Umsatzes von 38 Prozent bald auf über 40 Prozent erhöhen. In den Schwellenländern wächst Nestlé derzeit um 13 Prozent pro Jahr, doppelt so schnell wie im gesamten Konzerndurchschnitt.

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Dabei sind auch in den Industrieländern die Aussichten nicht schlecht. Mit seinem breiten Sortiment an Nahrungsmitteln (Kaffee, Fertigsuppen, Wassern, Schokolade, Pizza, Babynahrung) ist Nestlé von Konjunkturschwankungen wenig abhängig. Selbst im Krisenjahr 2009 gingen die um Unternehmenstransaktionen bereinigten Nettogewinne der Schweizer nur um sieben Prozent zurück.

Nestlé verdankt das nicht nur seiner Marktmacht als größter Nahrungsmittelhersteller der Welt, der Kosten für teure Rohstoffe gut über Verkaufspreise ausgleichen kann. Die Schweizer gelten zudem als clever, wenn es um lukrative Trends geht, wie etwa das Geschäft mit Kaffee-Kapseln. In diesem Jahr dürften die Pads und Maschinen der Marke Nespresso mehr als drei Milliarden Franken Umsatz bringen.

Dank seiner Finanzkraft wird Nestlé auch durch Übernahmen wachsen. Mit dem Kauf der amerikanischen Prometheus Laboratories baut Nestlé das Geschäftsfeld der gesundheitsfördernden Lebensmittel aus. Gut zu Nestlé würde die Sparte Babynahrung des US-Pharmakonzerns Pfizer passen. Drei Viertel der Umsätze, die die Pfizer-Tochter Wyeth in diesem Geschäft machte, kommen aus den Schwellenländern.

Die WirtschaftsWoche bewertet die Nestlé-Aktie mit einem Chance-/Risikoverhältnis von  5/4 (von 10).

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