Aktientipp: Newcrest Mining: 1000-Prozenter von Down Under

Aktientipp: Newcrest Mining: 1000-Prozenter von Down Under

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Grafik: Kursverlauf der Newcrest-Mining-Aktie 2002-2011

Warum sich die Aktie des australischen Goldförderers Newcrest Mining für Anleger lohnen könnte.

An einer Preisbewegung teilnehmen sei nicht dasselbe, wie einen Anlagegegenstand zu besitzen, sagt Anthony Deden. Für den Chef der auf den Bermudas registrierten Investmentfirma Edelweiss Holdings liegt die Bedeutung von Gold weniger in seinem Preis als in seinem Besitz. Dieser Meinung schließen sich immer mehr Anleger an. Gekauft wird jetzt physisches Gold, keine Papiergoldkreationen, deren innerer Wert gleich null ist. Mit sportlichen Goldpreisprognosen wird inzwischen weltweit nicht gegeizt. Nur lässt sich mit Formeln der Finanzanalyse überhaupt nicht berechnen, wie viel Gold eigentlich kosten müsste. "Wie kann man den Preis von etwas bestimmen, wenn man als Maß etwas benutzt, dessen Menge mit voller Absicht unehrlich reguliert wird?", fragt Deden.

Sollte die Papiergeldmenge in nicht allzu ferner Zukunft mit noch höherer Geschwindigkeit erhöht werden – was mit Blick auf die erdrückende Schuldenlast in den Industrieländern ziemlich wahrscheinlich ist –, dann wird wohl auch der in Papierwährungen ausgedrückte Preis für Gold weiter steigen. Die Kurse von Goldminen, zumal mit Blick auf ihre aktuell niedrige Bewertung, werden dann vermutlich wieder schneller klettern als der Goldpreis selbst.

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In Euro gewann der Aktienkurs des australischen Goldförderers Newcrest Mining seit Anfang 2002 etwa 1000 Prozent, gegenüber einem Plus von 300 Prozent beim Goldpreis.

Durch die Übernahme des heimischen Konkurrenten Lihir Gold erhöhte sich die Reservenbasis von Newcrest von 43 auf 80 Millionen Unzen. Für das aktuelle Geschäftsjahr (30. Juni 2012) peilen die Australier eine Jahresfördermenge von bis zu 2,9 Millionen Unzen an. In der Minen- und Projektpipeline steckt ein zusätzliches Produktionspotenzial von 1,3 Millionen Unzen pro Jahr. Dieses könnte bei entsprechenden Investitionen bis 2016 realisiert werden. Der Vorstand ist zuversichtlich, die hohen Kapitalkosten aus dem operativen Cash-Flow finanzieren zu können.

Das ist gut so. Denn es ist möglich, dass sich – vor der großen Geldschwemme – der Zugang der Minen zu Kapital noch einmal einengt, so wie 2008. Damals fielen deswegen auch die Kurse der Goldminen.

Die WirtschaftsWoche bewertet die Newcrest-Mining-Aktie mit einem Chance-/Risikoverhältnis von  8/7 (von 10).

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