Aktientipp: Potash: Reserven bis weit ins 24. Jahrhundert

Aktientipp: Potash: Reserven bis weit ins 24. Jahrhundert

Wie die WirtschaftsWoche die Aktie des Düngemittelherstellers Potash Corporation of Saskatchewan bewertet.

Am 17. August 2010 kündigte BHP Billiton die geplante Übernahme des weltgrößten Düngemittelkonzerns an. Den Aktionären der kanadischen Potash Corporation of Saskatchewan bot der australisch-britische Bergbauriese 130 Dollar je Aktie in bar. Der Eigenkapitalwert der Offerte lag bei 39,6 Milliarden Dollar, einschließlich Nettoschulden erreichte das Gesamtvolumen des Angebots rund 43 Milliarden Dollar. Die Potash-Aktie, die inzwischen im Verhältnis 3 zu 1 gesplittet wurde, wurde seit der Abgabe des Angebots nie mehr unter dem Angebotspreis (42,33 Dollar) gehandelt. Nachdem BHP den Übernahmeversuch im November 2010 abgeblasen hatte, legte das Papier gar weiter zu. Dass die Übernahme scheiterte, mag zu einem großen Teil am politischen Widerstand in Kanada gelegen haben – Potash wurde 1975 gegründet von der Regierung der Provinz Saskatchewan und ist seit 1989 börsennotiert. Andererseits spiegelte der von BHP gebotene Preis nicht das Wertsteigerungspotenzial des Düngemittelkonzerns. Immerhin notiert die Aktie inzwischen fast 40 Prozent über dem Angebotspreis. Auf lange Sicht ist aber noch deutlich mehr drin.

Ungeachtet saisonaler Schwankungen bei Ernten und Lagerbeständen, leidet die Welt unter einer strukturellen Angebotsknappheit bei wichtigen Grundnahrungsmitteln. Schon seit Jahren wächst die Agrarproduktion langsamer als die Weltbevölkerung. Der einzige Weg, um auf der nicht beliebig ausweitbaren weltweiten Anbaufläche höhere Ernteerträge zu generieren, ist der verstärkte Einsatz von Düngemitteln.

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Potash deckt ein Fünftel des weltweiten Kaliumdüngerbedarfs ab. Die Vorkommen reichten auf Basis der aktuellen Jahresproduktion bis weit ins 24. Jahrhundert. Potash wird in den kommenden Jahren als einziger der großen Düngemittelproduzenten seine Kapazitäten deutlich ausweiten können. Bis 2015 wollen die Kanadier die jährliche Produktion von Kalidünger um mehr als 50 Prozent auf 17,1 Millionen Tonnen steigern. Potash erzielt die besten Margen im Düngemittelsektor. Im ersten Quartal 2011 verdiente der Konzern netto 732 Millionen Dollar. Das waren 65 Prozent mehr als im Startquartal 2010.

Die WirtschaftsWoche bewertet die Potash-Aktie mit einem Chance-/Risikoverhältnis von  7/6 (von 10).

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