Aktientipp: Royal Dutch Shell: Geopolitische Dividenden

Aktientipp: Royal Dutch Shell: Geopolitische Dividenden

Globale Ölmultis wue Royal Dutch Shell sind auch bei mieser Konjunktur in der Lage, ihren Aktionären hohe Dividenden zu zahlen. Eine Empfehlung.

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Grafik: Kursverlauf der Royal Dutch Shell-Aktie 2003-2011

Es sind weniger die Sorgen vor einem Staatsbankrott Griechenlands als vor einem Einbruch der Weltkonjunktur, die den meisten Industrierohstoffen einen Schlag versetzt haben. Vergleichsweise glimpflich davon kam der Ölpreis. Immerhin kostet ein Fass der Sorte Brent noch knapp 100 Dollar.

Klar: Wenn der globale Konjunkturmotor langsamer dreht, benötigt er weniger Öl. Doch auch reduziertes Wachstum bedeutet immer noch Wachstum. Zu einem effektiven Rückgang der Ölnachfrage gegenüber dem Vorjahr käme es wohl nur in einer schweren Rezession. Das war in der Vergangenheit nur zwei Mal der Fall, vor 30 Jahren und 2009. In einer Weltwirtschaftskrise würden sich die geopolitischen Spannungen verschärfen. Störungen in der Ölversorgung wären dann programmiert. Dass sich der Ölpreis trotz eingetrübter Konjunkturaussichten zuletzt behauptete, war schließlich auch zu einem gewissen Teil auf Spannungen im Nahen Osten und Nordafrika zurückzuführen.

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Natürlich sind Anlagen mit Bezug zum Ölpreis nicht risikolos. Aber sie könnten sich aus den genannten Gründen auch bei mieser Konjunktur vergleichsweise gut entwickeln. Das gilt vor allem für Aktien global agierender Ölmultis, die in der Lage sind, ihren Aktionären auch in konjunkturell schwierigen Zeiten hohe Dividenden zu zahlen. Darauf verlassen können sich seit Jahren die Aktionäre der britisch-niederländischen Royal Dutch Shell. Rechnet man die quartalsweise gezahlten Dividenden ein, dann bewegt sich der Kurs derzeit gar nahe Allzeithoch . Aktuell liegt die Dividendenrendite bei etwa 5,6 Prozent. Die hohen Investitionen der vergangenen Jahre in neue und kostengünstige Öl- und Gasförderprojekte machen sich von jetzt an positiv bemerkbar in höheren Produktionszahlen.

Bis Ende 2014 will der Konzern seine globale Öl- und Gasförderung von derzeit 3,3 auf rund 3,7 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag ausweiten. Der Vorstand ist zuversichtlich, dass selbst ein durchschnittlicher Ölpreis von 80 Dollar pro Barrel reicht, um 2012 einen operativen Cash- Flow von annähernd 40 Milliarden Dollar zu erzielen. Eine gesunde Basis für hohe Investitionen und Ausschüttungen.

Die WirtschaftsWoche bewertet die Royal-Dutch-Shell-Aktie mit einem Chance-/Risikoverhältnis von  5/4 (von 10).

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