Aktientipp: Royal Gold: Weniger Risiko als mit Minenaktien

Aktientipp: Royal Gold: Weniger Risiko als mit Minenaktien

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Gold bleibt knapp - auch wenn pausenlos gefördert wird

Warum die WirtschaftsWoche die Aktie der Royaltygesellschaft Royal Gold empfiehlt.

Royaltygesellschaften im Bergbau kassieren von Minen Lizenzabgaben, sogenannte Royalties. Diesen Anspruch sichern sich Gesellschaften wie die kanadische Franco-Nevada meist gegen Zahlung einer Anschubfinanzierung. Royalties sind teilweise vom Goldpreis abhängig, fließen aber oft unabhängig von den Produktions- und Erschließungskosten. Deshalb fallen die Margen von Royaltygesellschaften üppiger aus und sind besser kalkulierbar als bei reinen Produzenten.

Wegen der geringeren Hebelwirkung auf den Goldpreis steigen die Aktienkurse von Royaltygesellschaften in Phasen steigender Goldnotierungen allerdings weniger spektakulär als jene der Minen. Andererseits geraten sie bei schärferen Korrekturen des Goldpreises auch nicht so stark unter die Räder.

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Denkbar, dass das Zwischentief beim Goldpreis von Ende Dezember bei 1522 Dollar noch unterschritten werden könnte. Es wäre nicht der erste Preisrücksetzer im langjährigen Goldbullenmarkt, der über 20 Prozent hinausginge. Das waren in der Rückschau ideale Kaufgelegenheiten – auch für Minenaktien.

Sollte der Goldpreis zunächst weiter korrigieren, dann könnten Minen noch einmal unter Druck kommen. Ein besseres Chance-Risiko-Verhältnis bieten deshalb Royaltygesellschaften. Wie Franco-Nevada baut auch Royal Gold aus Denver im US-Bundesstaat Colorado selbst weder Gold ab, noch sucht die Gesellschaft nach neuen Goldvorkommen. Dass sich der Aktienkurs von Royal Gold zuletzt ähnlich schwach entwickelte wie der eines Förderunternehmens, lag an der 268 Millionen Dollar schweren Kapitalerhöhung vom Januar. Diese sollte jetzt weitgehend verdaut sein.

Das Portfolio von Royal Gold umfasst Ansprüche an 191 Bergbauliegenschaften auf sechs Kontinenten, darunter 38 produzierende Minen und 26 Minenprojekte. Im ersten Halbjahr 2011/12 (30. Juni) bezog Royal Gold 133,3 Millionen Euro Einnahmen, drei Viertel davon von Gold- und Silberminen. Unter dem Strich verdient wurden 45,9 Millionen Dollar. Aktionäre erhalten 15 US-Cent Dividende pro Quartal, aufs Jahr gerechnet also knapp ein Prozent Dividendenrendite – das schafft kein Barren.

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