Aktientipp: Shiseido: Schönheit übersteht auch Staatspleiten

Aktientipp: Shiseido: Schönheit übersteht auch Staatspleiten

Die Aktie des Kosmetikkonzerns Shiseido kommt auf 3,4 Prozent Verzinsung. Das sollte sie nicht nur für japanische Sparer interessant machen.

Überalterung der Bevölkerung, Deflation, starker Yen – japanische Aktien seien unattraktiv, leiern die meisten Anlagestrategen seit Jahren gebetsmühlenhaft herunter. Entsprechend wenig japanische Aktien finden sich auf ihren Radarschirmen. Dabei ist eigentlich nur sicher, dass sich in Japan am demografischen Trend nichts ändern wird. Ob das bis in alle Ewigkeit auch für Yen, Nikkei und Deflation gilt, ist fraglich. Immerhin schwächte sich der Yen zum Dollar seit Anfang Februar recht dynamisch von 76 auf 84 Yen ab. Mit einem schwachen Yen verbessert sich die Wettbewerbsfähigkeit japanischer Unternehmen im Ausland. Der Nikkei legte fast 20 Prozent zu. Bei null Inflation werfen zehnjährige japanische Staatsanleihen selbst bei einer Minirendite von derzeit einem Prozent reale Gewinne ab. Das änderte sich, wenn die Inflationsrate in Japan anziehen würde. Ausgeschlossen ist das nicht. Passieren könnte das über die steigende Rechnung für Energieeinfuhren. Schon bei einer Inflationsrate von einem Prozent wäre der positive Realzins futsch. Ein fallender Realzins machte Aktien als Alternative zu Anleihen für japanische Sparer attraktiver. Vor allem Titel mit guten Dividendenrenditen sollten profitieren.

Auf 3,4 Prozent Verzinsung kommt derzeit die Aktie des Kosmetikkonzerns Shiseido. Das 1872 gegründete Traditionsunternehmen verkauft seine Produkte weltweit in 88 Ländern. Der starke Yen belastete die ersten neun Monate des Fiskaljahres 2011/12 (31. März). Abzulesen ist das am Auslandsgeschäft, das 43 Prozent zum Konzernumsatz beisteuert. Fern der Heimat legte der Umsatz in Lokalwährungen um 12,4 Prozent zu. Doch in Yen stieg der Auslandsumsatz um 5,4 Prozent auf 210,6 Milliarden Yen. Doch das reichte immerhin noch, um den leicht rückläufigen Heimatumsatz auszugleichen. Insgesamt legten die Erlöse um ein Prozent zu auf 490,7 Milliarden Yen, der operative Gewinn verbesserte sich um 5,5 Prozent auf 26,7 Milliarden Yen.

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Problematisch werden könnte es für Japan und die Welt, wenn Anleger aus Staatsanleihen flüchteten. Schon ein geringer Renditeanstieg reichte, und die horrende Staatsverschuldung wäre nicht mehr zu finanzieren. Japan wäre pleite!

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