Aktientipp: Siemens: Industrie-Joker statt Windmühlen-Frust

Aktientipp: Siemens: Industrie-Joker statt Windmühlen-Frust

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Siemens: Der Geschäftsbereich Industrie ist der Joker für 2012-

Im Dax gehören Siemens-Aktien derzeit zu den Nachzüglern – gerade deshalb aber sind sie jetzt ein Kauf.

Ein Anlegerliebling ist die Siemens-Aktie derzeit wirklich nicht. Nur ein Drittel der Siemens-Analysten ringt sich zu einem positiven Votum durch. Gemessen am meist wohlwollenden Tonfall der Analysen, kommt das einer kollektiven Verkaufsempfehlung gleich. Verantwortlich dafür ist das schwache erste Quartal des laufenden Geschäftsjahrs (bis 30. September 2012), in dem Siemens ein Viertel weniger als im Vorjahresquartal verdiente. Im Dax gehören Siemens-Aktien derzeit zu den Nachzüglern – gerade deshalb aber sind sie jetzt ein Kauf.

Hauptgrund für das zuletzt schwache Abschneiden sind Enttäuschungen bei Windkraftanlagen. Hier kam es zu Verzögerungen bei der Anbindung neuer Windparks im Meer (Offshore) an das Festlandsnetz. Wegen mühsamer Genehmigungsverfahren rechnet Siemens mit Verzögerungen von mehr als einem Jahr. Mit den 200 Millionen Euro, die Siemens deshalb abgeschrieben hat, dürften aber die finanziellen Belastungen daraus abgehakt sein.

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Abgesehen davon läuft das Geschäft mit Energie (35 Prozent Umsatzanteil) durchaus rund. Aus China und Südkorea kamen gerade zwei wichtige Aufträge herein, in Großbritannien baut Siemens seine Marktposition bei Gezeitenkraftwerken aus. In den Schwellenländern und in Australien profitiert Siemens vom großflächigen Ausbau der Stromnetze. Passend zu diesem Trend, hat Siemens dieses Geschäft in einer eigenen Sparte (Städte und Infrastruktur, 22 Prozent Umsatzanteil) zusammengefasst. Auch für den Geschäftsbereich Medizintechnik (17 Prozent Umsatzanteil) sind die Schwellenländer der stärkste Motor. In China holt Siemens mit medizinischen Geräten (etwa Röntgenapparate, Tomografen, Hörgeräte) Zuwachsraten von mehr als 20 Prozent.

Der Joker für 2012 aber ist der Geschäftsbereich Industrie (26 Prozent Umsatzanteil). Elektromotoren, Schaltungen, Sensoren und andere Bauteile werden vor allem von Kunden aus zyklischen Branchen bestellt, etwa von Maschinenbauern oder Autozulieferern. Sollte sich die Wirtschaft stärker als erwartet erholen, dürfte Siemens in diesem Jahr mehr verdienen als die von Analysten im Durchschnitt erwarteten 5,9 Milliarden Euro netto.

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