Aktientipp: Sonova: Wer hören will, wird auch kaufen

Aktientipp: Sonova: Wer hören will, wird auch kaufen

Der Schweizer Hörgerätehersteller Sonova wächst doppelt so schnell wie der Gesamtmarkt. Warum sich die Aktie des Weltmarktführers lohnt.

Der Schweizer Hörgerätehersteller gewinnt das Vertrauen der Anleger zurück. Abzulesen ist das am jüngsten Kursverlauf der Sonova-Aktie. Gemessen am Markttief der Schweizer Börse im August 2011, legte der Sonova-Kurs mehr als dreimal so schnell zu wie der Schweizer Aktienindex SMI. Trotz des Sprints um gut 60 Prozent notiert der Weltmarktführer für Hörgeräte aber immer noch rund ein Viertel tiefer als im März 2011. Zur Erinnerung: Als kurz nach einer – wohl auch zu spät veröffentlichten – Gewinnwarnung ans Licht kam, dass Mitglieder aus dem damaligen Management und dem Verwaltungsrat im Vorfeld Aktien und Optionen für etwa 40 Millionen Schweizer Franken versilbert hatten, fiel der wachstumsstarke und solide finanzierte Medizintechnikkonzern bei Investoren in Ungnade. Bis zur Wende im August hatte sich der Kurs mehr als halbiert.

Ungeachtet dessen gewann der Weltmarktführer, der mit Marken wie Phonak und Unitron jedes vierte Hörgerät herstellt, Marktanteile hinzu. Im ersten Semester des Geschäftsjahres 2011/12 (31. März) verbesserten sich die Erlöse im Kerngeschäft mit Hörgeräten, in lokalen Währungen gerechnet, um gut elf Prozent. Aus eigener Kraft, also ohne Zukäufe, erreichte das Wachstum sieben Prozent. Die Schweizer wachsen doppelt so schnell wie der Gesamtmarkt.

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Allerdings bilanziert Sonova in der Heimatwährung Franken, während 97 Prozent der Einnahmen außerhalb der Schweiz erzielt werden. Der starke Franken sorgte dafür, dass der Umsatz um gut acht Prozent auf 763 Millionen Franken zurückfiel. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen hätte bei konstanten Wechselkursen bei 191,6 Millionen Franken statt bei 138,4 Millionen Franken gelegen. Inzwischen aber hat die Schweizer Nationalbank die Franken- Blase zum Platzen gebracht. Entsprechend sollte der Währungsdruck nachlassen. Zudem bietet der Markt für Hörgeräte noch ein gewaltiges Wachstumspotenzial. Denn erst ein Drittel der Menschen, die eigentlich ein Hörgerät benötigten, tragen auch eins. Doch weil neue Hörgeräte immer kleiner, leistungsfähiger und optisch ansprechender werden, werden immer mehr Schwerhörige ihre Scheu ablegen.

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