Aktientipp: Unilever: Anleger schätzen die Preismacht von Multis

Aktientipp: Unilever: Anleger schätzen die Preismacht von Multis

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Unilever: Das Geschäft in den Schwellenländern läuft wie geschmiert

Die Unilever-Aktie bietet aufs Jahr gerechnet aktuell 3,3 Prozent Rendite – und überdies auch ein gewisses Wachstumsprofil.

Antizyklisches Verhalten mag aus Anlegerperspektive oft sehr sinnvoll sein. Nur ein allein gültiges Erfolgsrezept ist auch diese Strategie nicht. Zumal sich die Zeiten an der Börse doch erheblich verändert haben. Es geht nicht mehr um Rendite, sondern ums finanzielle Überleben. Und dieses wäre gewiss in Gefahr, wenn Anleger jetzt, streng antizyklisch, die zuletzt gut gelaufenen Blue Chips aus klassischen Defensivsektoren wie Pharma, Nahrung, Konsum oder Tabak etwa in europäische Bankpapiere tauschten, nur weil Letztere keiner haben will. Das reicht nicht als Kaufargument. Auch müssen Anleger um solide Blue Chips aus defensiven Branchen keinen großen Bogen machen, weil ein paar Schlaumeier meinen, es seien schon zu viele Anleger auf diesen Zug aufgesprungen. Es ist gewiss kein Überhitzungssignal, wenn sich etwa die Aktie des britisch-holländischen Multis Unilever anschickt, eine seit mehr als zehn Jahre andauernde Konsolidierungsphase nach oben zu verlassen.

In defensiv ausgerichteten Depots werden Aktien wie Unilever Kernanlagen bleiben, schon deshalb, weil quartalsweise Dividendenausschüttungen garantiert sind. Die Unilever-Aktie bietet aufs Jahr gerechnet aktuell 3,3 Prozent Rendite – und überdies auch ein gewisses Wachstumsprofil. Immerhin kommen 53 Prozent der Gesamterlöse aus Schwellenländern. Dort zeigt die Nachfrage nach Nahrungsmitteln und Konsumgütern keine Sättigungstendenzen. Nach drei Quartalen 2011 stiegen Unilevers Erlöse mit Körperpflegeprodukten, Wasch- und Reinigungsmitteln, Snacks, Soßen, Brotaufstrichen, Eiscreme und Getränken in den Schwellenländern um gut elf Prozent. Insgesamt wuchs der Konzernumsatz um 6,5 Prozent auf 34,9 Milliarden Euro. Neben einem Anstieg der Verkaufspreise um 4,3 Prozent setzt sich der Zuwachs auch aus einem Plus beim Mengenabsatz von 2,1 Prozent zusammen. Wegen der fallenden Rohstoffpreise im zweiten Halbjahr 2011 könnte die operative Marge für 2011 das Niveau von 2010 von rund 15 Prozent erreichen. Steigende Rohstoffpreise können globale Nahrungsmittelkonzerne dank ihrer starken Preismacht gut auffangen. Das ärgert Verbraucher, Anleger mögen das.

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