Aktientipp: Vivendi: Sieben Prozent mit Chance auf Mehrwert

Aktientipp: Vivendi: Sieben Prozent mit Chance auf Mehrwert

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Investoren erhöhen den Druck auf Vivendi-Vorstand Lévy

Wegen der schwachen Kursentwicklung erhöhen Großaktionäre den Druck auf Vivendi-Vorstand Lévy. Die Aktie bleibt dennoch interessant.

Die Nachfrage beim Start von Diablo 3 war so hoch, dass die Server von Blizzard vorübergehend zusammenbrachen. Die neue Version des Internet-Rollenspiels ist neben dem Kriegsspiel World of Warcraft einer der Blockbuster der weltweiten Gamer- Gilde – und Blizzard eine Ertragssäule des französischen Medienkonzerns Vivendi. In diesem Jahr dürfte mehr als ein Viertel des operativen Gewinns von der Spiele- Tochter kommen.

Im Mobilfunkgeschäft in Frankreich dagegen sind die Erträge rückläufig. Zwischen Platzhirsch France Télécom und neuen Konkurrenten wie dem Mobilfunkanbieter Free ist die Vivendi-Tochter SFR unter Druck. Nun übernimmt sogar Konzernchef Jean-Bernard Lévy selbst das Ruder bei SFR, will einsparen und umbauen. Kurzfristig wird das nichts am Kundenschwund und an rückläufigen Erträgen dieser Sparte ändern. Der Anteil von SFR am Gewinn von Vivendi dürfte in diesem Jahr auf unter ein Drittel schrumpfen. Immerhin entwickeln sich die internationalen Kommunikationsableger gut: Maroc Telecom in Nordafrika und GVT in Brasilien bringen, bei steigender Tendenz, schon ein Viertel der Gesamtgewinne. Das Bezahlfernsehen (15 Prozent Gewinnanteil) ist einigermaßen stabil; das Musikgeschäft (mit Megastars wie Rihanna oder Lady Gaga) wächst wieder deutlich.

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Insgesamt kann Vivendi den angekündigten Nettogewinn von 2,5 Milliarden Euro in diesem Jahr durchaus erzielen, je Aktie etwa 1,90 Euro. Das würde reichen, zumindest 90 Cent je Anteil Dividende zu zahlen; fast sieben Prozent Rendite.

Wegen der schwachen Kursentwicklung erhöhen Großaktionäre wie Finanzinvestor Vincent Bolloré den Druck auf Vorstandschef Lévy. Aufsichtsratschef Jean-René Fourtou denkt laut über eine Aufspaltung von Vivendi nach, da die Sparten wenig wechselseitige Gewinnmöglichkeiten böten.

Kurzfristig dürfte eine Aufteilung Vivendis wenig wahrscheinlich sein. Dass der Börsenwert des Mischkonzerns (17 Milliarden Euro) aber unter dem in der Bilanz ausgewiesenen Eigenkapital (22 Milliarden) notiert, zeigt das Misstrauen der Investoren. Bei Anzeichen einer Neuordnung könnte das schnell in Hoffnung auf Mehrwert umschlagen.

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