Aktionäre: Grünes Licht der EU

Aktionäre: Bei welchen Dax-Konzernen es brennt

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Grünes Licht der EU

 Paul Achleitner Quelle: dpa
Aktionäre wollen prüfen, ob Achleitner neben seinen Posten in unzähligen Aufsichtsräten in der Lage ist zusätzlich den Platz des Aufsichtsratchefs der Deutschen Bank von Josef Ackermann zu übernehmen. Achleitner muss womöglich mit Gegenwind rechnen. Quelle: dpa
  • Die geplante Mega-Fusion zwischen Deutscher Börse und Nyse Euronext lässt sich angesichts der Auflagen der EU, wenn überhaupt, nur mit großen Zugeständnissen und dem Verkauf profitabler Geschäftsbereiche retten. Sicher ist nur, dass Aktionäre kritische Fragen stellen werden. Platzt die Fusion, wackelt der Stuhl von Börsenchef Reto Francioni. Schon dessen Vorgänger Werner Seifert wurde von rebellischen Aktionären aus dem Amt gejagt.
  • Grünes Licht gab die EU dagegen der Mehrheitsübernahme von Lkw-Bauer MAN durch VW. Sie können ihr Nutzfahrzeuggeschäft mit dem ihrer Tochter Scania sowie MAN verbinden. Wegen eines EU-Vetos konnte VW bei der letzten MAN-HV seine Leute noch nicht in den Aufsichtsrat bringen. Das Thema könnte jetzt erneut auf die Tagesordnung kommen.
  • Mit Gegenwind auf der HV muss womöglich Paul Achleitner rechnen, der statt Josef Ackermann im Mai zum neuen Aufsichtsratschef der Deutschen Bank gewählt werden soll. Achleitner wird seinen Vorstandsposten bei der Allianz aufgeben. Dennoch fragen sich Aktionäre, ob er genügend Kraft und Zeit für seinen Job hat – Achleitner sitzt auch in den Aufsichtsräten von Bayer, Daimler und RWE und im Gesellschafterausschuss von Henkel. „Wir werden die Personalie Achleitner besonders sorgfältig prüfen“, sagt Alexander Juschus, Chef des deutschen ISS-Konkurrenten Ivox.

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Juschus, der zuvor als ISS-Repräsentant in Deutschland gearbeitet hatte, gründete 2006 in Karlsruhe Ivox, die vor allem für deutsche Fondsgesellschaften HV-Auftritte vorbereitet. Prominente Kunden sind DWS und Union Investment. Mit 15 Mitarbeitern ist Ivox gegenüber ISS ein Zwerg. ISS hatte ursprünglich vor allem angelsächsische Investoren beraten. 2005 kauften die Amerikaner die Stimmrechtsberater-Sparte der belgischen Firma Deminor; so gewann ISS europäische Kunden.

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