Aktionärsversammlung: BVB zehn Jahre nach Vereinskrise schuldenfrei

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Aktionärsversammlung: BVB zehn Jahre nach Vereinskrise schuldenfrei

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BVB-Trainer Jürgen Klopp (l.) mit Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke: In den kommenden Jahren will der BVB jährlich rund 300 Millionen Euro Umsatz erwirtschaften.

Borussia Dortmund steckt in der ersten Leistungskrise seit dem Fast-Abstieg in der Saison 1999/2000. Das veranlasste Geschäftsführer Watzke zu deutlichen Worten. Finanziell geht es dem BVB aber so gut wie noch nie.

Hans-Joachim Watzke hat die auf einen Abstiegsplatz abgerutschten Profis von Borussia Dortmund erneut in die Pflicht genommen. Auf der Aktionärsversammlung des börsennotierten Fußball-Bundeslisten am Montag in der Westfalenhalle 3 verlangte der BVB-Geschäftsführer „Blut, Schweiß und Tränen“. Das Team dürfe nicht nur in der Champions League und den Topspielen der Bundesliga höchste Leistungen abliefern: „Qualität und Potenzial heißt auch, dass man es auch abrufen muss. Nur über die Spiele in Frankfurt, in Bremen und bei Hertha BSC kommen wir wieder in die Spur.“

Wer, wie in der zweiten Halbzeit gegen Paderborn, Verwaltungsfußball spielen wolle, sei Fehl am Platz, mahnte er die Spieler. Damit erneuerte er seine schon am Vortag bei der Mitgliederversammlung geäußerte Kritik. Die erste sportliche Krise seit der Saison 1999/2000, als „Feuerwehrmann“ Udo Lattek den BVB ans rettende Ufer brachte, schürt Ängste.

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Der BVB ist zehn Jahre nach der Fast-Insolvenz schuldenfrei und verfügt nach dem Einstieg der Großaktionäre Evonik, Puma und Signal Iduna über Millionen für Investitionen. Spielerkäufe will der BVB aber nicht mit Einmal-Einnahmen aus den Kapitalerhöhungen finanzieren. Rund 140 Millionen Euro hat der Club auf diesem Wege eingenommen. In den nächsten Jahren sollen weitere Aktien auf den Markt geworfen werden.

„Extrem hohe Sympathiewerte“

Sportlich verlief es nach dem Fast-Konkurs lange Jahre positiv. „In diesen zehn Jahren haben wir eine der größten Geschichten geschrieben, die jemals im Fußball geschrieben worden sind. Von ganz, ganz, ganz unten zu einem Club, der Titel gewonnen hat und mittlerweile über extrem hohe Sympathiewerte verfügt“, sagte Watzke.

Die Aktionäre waren aber unzufrieden mit der Ligakrise. „Wie sieht es auf Jahre auf der Erlösebene aus?“, fragte ein Aktionärsvertreter mit Blick auf eine möglicherweise ausbleibende Qualifikation für die Champions League. Finanziell sieht Watzke nur geringe Einbußen, wenn die Mannschaft die Champions League nicht erreiche. Spieler müssten nicht verkauft werden. Ein Einsatz in der Europa League würde sieben bis neun Millionen Euro weniger Einnahmen bringen, wenn alle eingesparten Ausgaben wie Spielerprämien eingerechnet würden. Allerdings würde das Wachstum beschnitten. Über einen Abstieg spricht Watzke nicht. „Damit befasse ich mich nicht.“ Wenn der BVB Weihnachten noch unten stehe, könne man ihn wieder fragen.

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In den kommenden Jahren will der BVB jährlich rund 300 Millionen Euro Umsatz erwirtschaften, und zwar ohne Transfererlöse. Der Rekordgewinn aus der Saison 2012/13 von mehr als 50 Millionen Euro kam vor allem durch den Wechsel von Mario Götze zu Bayern München zustande. Das hatte auch den Umsatz auf mehr als 300 Millionen Euro geschraubt.

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