Alcoa eröffnet Berichtssaison: Werden die hohen Börsenkurse bestätigt?

Alcoa eröffnet Berichtssaison: Werden die hohen Börsenkurse bestätigt?

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Der US-Aluminiumkonzern Alcoa eröffnet am Dienstagabend die Berichtssaison.

Nach den Rekordständen an den Börsen sind Anleger skeptisch, ob die Unternehmensdaten die Rally stützen. Einige fürchten, der Markt sei zu heiß gelaufen - und Analysten warnen vor zu viel Sorglosigkeit.

Der Start in die Berichtssaison ist immer ein beliebter Zeitpunkt für Analysten, über die künftige Entwicklung an den Börsen zu fachsimpeln. So auch dieses Mal, wenn der US-Aluminiumkonzern Alcoa am Dienstag nach Börsenschluss seine Zahlen präsentiert. Nach den jüngsten Börsenrekorden - der Dax kletterte mehrfach über die wichtige Marke von 10.000 Punkten, der Dow Jones knackte in der vergangenen Woche erstmals die Marke von 17.000 Zählern - fragen sich viele Anleger, ob die Zahlenwerke der Unternehmen diese hohen Kursstände überhaupt rechtfertigen.

Offenbar rechnen viele an der Börse mit Enttäuschungen. "Die Anleger sind ziemlich nervös, da es im Vorfeld ja schon die ein oder andere Gewinnwarnung gegeben hat", sagt ein Börsianer. Einige warnen bereits, man dürfe sich nicht von den hohen Kursen blenden lassen. Im Gegenteil, es bestünde vielmehr die Gefahr eines Rückschlags, da die Zwischenergebnisse der Unternehmen die Kurse womöglich nicht untermauern werden.

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Für nachhaltige Dax-Kurse über der 10.000-Punkte-Marke seien gute Unternehmensnachrichten nötig, glaubt Marktexperte Daniel Saurenz von Feingold Research. Dann dürften aber Gewinnwarnungen wie beim Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger oder der Lufthansa "nicht die Regel werden".

Ist der Markt bereits zu heiß gelaufen?

Gefährlich wird es, wenn Konjunktur- oder Unternehmensdaten weit unter den Erwartungen der Anleger zurückbleiben. In den Industrieländern waren die letzten Indikatoren vielfach schlechter ausgefallen als erwartet. Helaba-Analyst Markus Reinwand warnte deshalb vor einer "gefährlichen Sorglosigkeit" an den Börsen.

Abschwächen kann diese gefährliche Brücke zwischen den tatsächlichen Daten und den hohen Kursen die Zentralbank mit ihrer expansiven Geldpolitik. In Europa macht die EZB das auch bereitwillig, erst in der vergangenen Woche stellte Mario Draghi klar, die Märkte noch lange weiter mit billigem Geld unterstützen zu wollen.

Ein Abschied von den niedrigen Zinsen ist in der Euro-Zone noch lange nicht in Sicht. In den USA wird dagegen gerätselt, ob die Fed möglicherweise doch früher als erwartet eine Zinswende einläuten wird und die Leitzinsen erstmalig seit der Krise erhöht. Aufschluss darüber könnten die Fed-Protokolle geben, die am Mittwochabend veröffentlicht werden. Sie werden von Börsianern weltweit erwartet.

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Die Spekulationen über eine vorzeitige Zinswende waren laut geworden, weil gute Konjunkturdaten die Aktienkurse in den USA beflügelten. Die Arbeitslosenquote ist mit 6,1 Prozent so niedrig wie seit Herbst 2008 nicht mehr. Für den Rest des Jahres rechnen Experten mit einem Wachstum von drei Prozent. Jetzt allerdings müssen die Unternehmen liefern. Alcoa gilt als Zykliker par excellence, der erwartete konjunkturelle Aufschwung müsste sich also in den Bilanzen zeigen.

Berichtssaison hin oder her, der Sommer dürfte von schwankenden Kursen und Gewinnmitnahmen geprägt werden. Eine kontinuierliche Rally nach oben ist in den traditionell handelsärmeren Sommermonaten eher unwahrscheinlich. Aber auch ein Kurseinbruch ist zunächst nicht zu erwarten - dafür stützen die Notenbanken weiterhin den Markt.

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