Alcoa-Zahlen: Konjunkturerholung geht am Aluminiummarkt vorbei

Alcoa-Zahlen: Konjunkturerholung geht am Aluminiummarkt vorbei

von Andreas Toller

Die Industrie braucht Unmengen Aluminium. Die Zahlen von Aluminiumproduzent Alcoa gelten daher gemeinhin als Konjunkturindikator. Diesmal jedoch nicht, das Ergebnis bedarf der Differenzierung.

Der Aluminiumproduzent Alcoa ist traditionell der erste US-Großkonzern, der seine Jahreszahlen vorlegt. Weil Aluminium ein wichtiger Industrierohstoff ist, eilt dem Alcoa-Ergebnis seit jeher der Ruf eines Konjunkturindikators voraus. Ginge es aber nach den überraschend schwachen Zahlen des Leichtmetallkonzerns, sähe es für die Wirtschaft eher trübe aus. Nach 242 Millionen Dollar Gewinn im Vorjahresquartal, meldete Alcoa diesmal für das vierte Quartal 2013 einen Nettoverlust von 2,34 Milliarden Dollar. Aber Anleger können das Ergebnis auch anders interpretieren.

Denn die Zahlen, die der ehemalige Siemens-Manager und jetzige Alcoa-Chef Klaus Kleinfeld gestern nach Handelsschluss an der Wall Street vorlegte, haben nur teilweise prophetischen Charakter für die US- und Weltkonjunktur. Vielmehr spiegeln sie größtenteils die schwache Konjunktur der vergangenen Jahre wieder, die den Konzern nun - mit etwas Verspätung - zu hohen Wertberichtigungen zwangen.

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US-Alukonzern Alcoa büßt mit Millionen für Bestechungsfall

Alcoa legt mit einer Millionenzahlung Bestechungsvorwürfe der amerikanischen Börsenaufsicht SEC und des US-Justizministeriums bei. Die Bilanz für das Schlussquartal 2013 weist einen Milliardenverlust aus.

Der Aluminiumkonzern Alcoa hat die US-Bilanzsaison mit einem Milliarden-Verlust eingeläutet. Quelle: AP

Das betraf vor allem hohe Abschreibungen auf Schmelzen, die Alcoa 1998 und 2000 zugekauft hatte. Vom Quartalsverlust entfielen allein 1,7 Milliarden Euro auf diese Wertberichtigungen. „Wir haben uns von einigen Altlasten befreit“, erklärte Kleinfeld am Donnerstag in New York. Alcoa leidet seit Jahren unter fallenden Alupreisen. Kleinfeld hat darauf mit Werksschließungen reagiert, um die Kosten zu senken. Der Befreiungsschlag ist aber zunächst mit Milliardenkosten verbunden.

Zu den erwähnten Altlasten zählte auch ein Korruptionsskandal bei einer Alcoa-Tochter. Das Verfahren konnte der Konzern gegen Zahlung von 384 Millionen Dollar nun durch Vergleich beilegen. Den Ermittlungen zufolge hatte die Tochtergesellschaft Bahrains Königsfamilie mit zweistelligen Millionenbeträgen bestochen, um an lukrative Großaufträge zu gelangen.

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