Allianz-Fonds trotzen Minizinsen : Wie die Milliarden-Manager Rendite schaffen wollen

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Allianz-Fonds trotzen Minizinsen : Wie die Milliarden-Manager Rendite schaffen wollen

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Die Strippenzieher der Fondsgesellschaft Allianz Global Investors diskutierten jüngst über die Entwicklungen der Märkte und Trends. Ihre Ideen und Meinungen inspirieren häufig auch Do-it-yourself-Anleger.

von Heike Schwerdtfeger

Welche Strategien verfolgen die Investmentspezialisten der Fondsgesellschaft Allianz Global Investors? Und wie wollen die Herrscher über 370 Milliarden Euro im Niedrigzinsumfeld Rendite schaffen?

Im Februar und September diskutieren die Strippenzieher der für die Vermögensverwaltung zuständigen Tochter des Allianz-Konzerns über die Entwicklungen in ihren Märkten und die Trends. Aus den USA, Asien und Europa kamen sie jetzt in Frankfurt zusammen. Ihre Ideen und Meinungen finden Anleger in den Fonds von Allianz Global Investors wieder.

Aber die Experten liefern auch denen, die als Do-it-yourself-Anleger ihr Depot selbst bestücken, Ideen, wo sie noch höhere Renditen erwarten können. Was allerdings zu jeder Präsentation von Anlageexperten dazugehört: Der Haftungsausschluss.

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Es kann anders kommen als erwartet und der Anleger kann mit seinen Investments Geld verlieren. Da sichere Tagesgelder aber nur noch wenig bringen, muss derjenige, der mehr will, Kursverluste verkraften können. Asien etwa ist bei Anleihen und Aktien einer der großen Favoriten. Die Region ist aber für ihre volatilen Märkte berüchtigt.

Darauf setzt Mark Mobius bei Schwellenländern

  • Was sind die wichtigsten Wachstumsfaktoren?

    "Ganz oben stehen hier Wirtschaftsreformen und eine wirtschaftsfreundliche Regierungspolitik", sagt Schwellenländer-Experte Mark Mobius. "Die Euphorie rund um den Erdrutschsieg von Modi in Indien zeigt, was ein Wechsel in der Führung eines Landes auslösen kann."

  • Welche Regionen sind besonders attraktiv?

    "Global betrachtet bieten Grenzmärkte bisweilen besonders gute Möglichkeiten. Wir betrachten sie im Wesentlichen als die nächste Generation der Schwellenmärkte und fügen unserem Portfolio Länderpositionen wie Nigeria, Saudi-Arabien, Argentinien und Vietnam hinzu", so Mobius.

  • Welche Sektoren bieten die besten Chancen?

    "Wir wählen einen Ansatz ohne Einschränkungen und können uns so indirekt über Banktitel in starken Unternehmen, die Mikrokredite vergeben, oder beispielsweise innerhalb des Industriesektors im Transport engagieren."

Kursrücksetzer nutzen

Mit besonders aktivem Management wollen die AGI-Experten künftig ihre Anleger mit mehr Rendite versorgen. Etwa auf weniger Einzelwerte konzentrierte Portfolios, die die besten Ideen der Fondsmanager widerspiegeln, sollen Anlegern einen Mehrwert liefern, den er durch börsengehandelte Indexfonds nicht erreichen könnte.

Andreas Utermann, weltweiter Investment-Chef bei AGI, glaubt, dass ein Indexinvestment im derzeitigen Marktumfeld einer teureren aktiven Strategie unterlegen sein wird. Informationsvorsprünge bei Aktienanlagen seien heute durch die schnelle Informationsübertragung kaum noch dadurch zu erzielen, dass man mit den Unternehmen rede.

Trotzdem sei der Markt nicht effizient, denn immer wieder komme es zu sehr schnellen Reaktionen mit starken vorübergehenden Kursverlusten, die den aktiven Fondsmanagern gute Einstiegschancen sowohl bei Aktien als auch bei Anleihen böten.

Dividende fürs Depot wichtig

Anleger kämen nicht an riskanteren Anlagearten wie der Aktie vorbei. Dividenden blieben eine der wichtigsten Ertragsquellen bei der Rendite, glaubt Utermann. Schwellenländer-Anleihen seien wieder interessant, weil sich die Wirtschaftsdaten in den Ländern durch Reformen verbesserten und Währungsaufwertungen den Anlegern im Euroland zusätzlich Performance bringen können.

Euroland-Peripherie und Hochzinsanleihen interessant

Anleiheninvestments im Euroland profitieren vom schwachen Wirtschaftswachstum und den Zinssenkungen der EZB. Es wird noch lange bei niedrigen Raten bleiben, daher favorisieren die Allianz-Experten weiterhin etwas höher rentierende Bonds von den Euroland-Peripheriestaaten sowie Unternehmensanleihen.

Eine leichte Konjunkturerholung unterstützt diese Anlageklassen, führe aber nicht dazu, dass Inflationsgefahren aufkommen. Dass sehen viele Investoren derzeit genauso: Der Anteil italienischer und spanischer Anleihen in den weltweiten Rentenfonds hat sich von Anfang 2012 bis heute mehr als verdoppelt. Auch Hochzinsanleihen von Unternehmen in Europa und den USA bleiben interessant, weil das Ausfallrisiko gering ist und über die nächsten Jahre bleiben wird.

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