Allianz-Fondstochter: US-Börsenaufsicht SEC durchleuchtet Pimco

Allianz-Fondstochter: US-Börsenaufsicht SEC durchleuchtet Pimco

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Pimco-Gründer Bill Gross wurde ebenfalls von der SEC befragt.

Hat die Investmentgesellschaft Pimco die Rendite eines Fonds künstlich aufgebauscht? Dieser Frage geht jetzt die US-Börsenaufsicht SEC nach.

Die Allianz-Fondstochter Pimco ist offenbar ins Visier der US-Börsenaufsicht geraten. Einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge untersucht die SEC, ob die Pacific Investment Management Company (Pimco) die Renditekalkulation des Pimco Total Return ETF künstlich aufgebauscht habe. Die Zeitung beruft sich auf Insider. Auch Pimco-Gründer Bill Gross wurde von der SEC befragt, wollte sich dazu aber nicht äußern.

Unter anderem werde geprüft, ob der US-Vermögensverwalter Investoren falsche Informationen über die Entwicklung des 3,6 Milliarden Dollar schweren Fonds für Privatanleger vorgelegt habe. Ein Pimco-Sprecher sagte, das Unternehmen habe bei den Untersuchungen mit den Aufsehern zusammengearbeitet. Pimco gehe davon aus, dass die Verfahren zur Preisbildung sachgerecht waren. Eine Stellungnahme der SEC lag zunächst nicht vor.

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Quelle: dpa

Dennoch kommt das Verfahren für die von Bill Gross geleitete Investmentgesellschaft zur Unzeit. Denn zahlreiche Anleger hatten dem Unternehmen zuletzt ihr Geld entzogen. Vor allem der Pimco-Vorzeigefonds Total Return Funds entwickelte sich nicht wie erhofft. Außerdem hatte ein Streit mit Gross Pimco-Chef Mohamed El-Erian zum Rücktritt getrieben. Allianz-Chef Michael Diekmann sah Anfang August aber keinen Grund, der US-Fondstochter das Vertrauen zu entziehen.

Wie das "Wall Street Journal" schreibt, richten sich die Ermittlungen der SEC auf die Frage, wie der Fonds bestimmte Anleihen verkauft und bewertet hat. Sollten die Informationen zu Bewertungen unzutreffend gewesen sein, wäre das ein Verstoß gegen das Kapitalmarktrecht. Bei dem Fonds handelt es sich um einen börsengehandelten Investmentfonds, Anleger können also ihre Anteile jederzeit verkaufen.

Offenbar prüft die US-Börsenaufsicht derzeit verstärkt, ob Investmentfonds ihre Vermögenswerte richtig bewerten. Und nimmt dabei auch externe Hilfe gerne an.

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Erst am Montag erklärte die SEC, sie habe einem Whistleblower die Rekordsumme von 30 Millionen Dollar als Belohnung gezahlt. Der Betrag könne sich noch erhöhen. Worüber der Tippgeber die Aufseher informierte, um welches Unternehmen und welche Schadenssumme es ging, darüber bewahrte die SEC stillschweigen. Sie teilte lediglich mit, der Informant habe über einen "permanenten Betrug" aufgeklärt, der ohne ihn womöglich nicht hätte aufgedeckt werden können.

Seit rund zwei Jahren werden Tippgeber bei der SEC belohnt, die bisherige Rekordsumme lag bei 14 Millionen Dollar. Allerdings haben die Aufseher Belohnungen auch schon verweigert, wenn diese nicht zu Sanktionen führten.

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