Alstom: Frankreich wehrt sich gegen General Electrics Avancen

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Alstom: Frankreich wehrt sich gegen General Electrics Avancen

, aktualisiert 25. April 2014, 12:44 Uhr
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Frankreich wehrt sich gegen eine Übernahme des Technologiekonzerns Alstom durch den US-Rivalen General Electric (GE).

Die Aktien des französischen Konzerns Alstom wurden auf Anordnung der Behörden vom Handel ausgesetzt. Am Vortag hatten sie einen Kurssprung hingelegt, nachdem es Berichte über eine Übernahme durch GE gab.

Die Aktien des französischen Siemens-Rivalen Alstom sind am Freitag nach Angaben der Pariser Börse auf Anordnung der Börsenaufsicht vom Handel ausgesetzt worden. Alstom wollte sich zunächst nicht dazu äußern, auch ein Sprecher von Großaktionär Bouygues lehnte eine Stellungnahme ab.

Am Donnerstag hatte es Gerüchte gegeben, dass der US-Mischkonzern General Electric (GE) Alstom kaufen will. Die Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg schrieb von einem Angebot in Höhe von mehr als 13 Milliarden Dollar. Sollte die Zug-Sparte Alstoms an die finanzstarke GE gehen, wäre dies ein herber Schlag für Siemens. Bei einer Komplett-Übernahme entstünde für die Deutschen ein ernstzunehmender Konkurrent.

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Die Zeitung "Le Figaro" berichtete hingegen, das Hauptziel von GE sei Alstoms Energie-Sparte, in der das Geschäft etwa mit Kraftwerken und Gasturbinen gebündelt ist.

Die Alstom-Aktien stiegen infolge der Gerüchte am Donnerstag um elf Prozent. Der Turbinen- und Zughersteller wies die Spekulationen über die GE-Übernahme zunächst zurück. Wie die Nachrichtenagentur Reuters aus mit der Sache vertrauten Kreisen erfuhr, wird noch am Nachmittag das Board von Alstom zusammenkommen. Was dabei besprochen werden soll, blieb unklar.

Frankreich hat nun am Freitag Bedenken gegen eine mögliche Übernahme durch GE angemeldet. "Die Regierung bringt ihre patriotische Besorgnis und Wachsamkeit zum Ausdruck", sagte Wirtschaftsminister Arnaud Montebourg der Zeitung "Le Monde". "Diese Besorgnis bezieht sich auf die ernsthafte Gefahr, ein großes Entscheidungszentrum zu verlieren." Montebourg sagte, er und Ministerpräsident Manuel Valls hätten bereits mit Alstom-Chef Patrick Kron darüber gesprochen und würden ihre Bedenken auch bei einem Treffen mit GE-Chef Jeff Immelt anmelden.

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Alstom ist extrem abhängig von staatlichen Aufträgen. Mit rund 18.000 Beschäftigten arbeiten rund 20 Prozent der Belegschaft in Frankreich. Das Unternehmen ist an der Börse mehr als zehn Milliarden Dollar wert.

In Kreisen der deutschen Industrie hieß es am Freitag, die Transportsparte von Alstom würde GE gut ergänzen. Die Amerikaner könnten im Gegenzug die nötigen Investitionen in Forschung und Entwicklung stemmen. Zudem könnten sich das Lokomotivgeschäft von GE in den USA und Alstom in Europa ergänzen. Die Deutsche Bahn ist Kunde bei Alstom und Siemens und hat deshalb ein großes Interesse an einem starken Gegengewicht zu dem deutschen Anbieter.

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