Anleger-Akademie: Mit kleinen Beträgen Vermögen aufbauen

Anleger-Akademie: Mit kleinen Beträgen Vermögen aufbauen

, aktualisiert 31. Oktober 2011, 13:15 Uhr
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Geringe Beträge müssen nicht im Sparschwein landen. Mit Zertifikate-Sparplänen kann auch mit kleinem Geld ein Vermögen aufgebaut werden.

Quelle:Handelsblatt Online

Mit Hilfe von Zertifikate-Sparplänen können Anleger mit geringen Beträgen langfristig Vermögen aufbauen. Dafür sollten man die Konditionen der Anbieter sorfgfältig miteinander vergleichen.

UnkelWertpapiersparpläne zahlen sich auf lange Sicht aus. Fünf bis acht Prozent Rendite per annum sind hier im Durchschnitt möglich. „Wichtig ist eine Streuung der regelmäßigen Geldanlage auf verschiedene Anlageklassen“, sagt Andreas Beck vom Institut für Vermögensaufbau (IVA).

„Ein Depot, das neben Aktien und Anleihen auch Immobilien und Rohstoffe umfasst, bietet im Vergleich zu klassischen Wertpapierportfolios erfahrungsgemäß höhere Renditen und gleichzeitig oft sogar geringere Risiken“, so Beck.

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Und gerade hier spielen Zertifikate ihre Stärke aus: Sparer können schon bei sehr überschaubaren monatlichen oder vierteljährlichen Anlagesummen mit Hilfe von Zertifikaten in alle verfügbaren Anlageklassen investieren. Die Auswahl reicht von Aktien- über Immobilien- bis zu Rohstoff- oder Währungszertifikaten.

Je nach Sparplan-Anbieter kommen manchmal auch Themenzertifikate hinzu - zum Beispiel Zertifikate, die auf bestimmte Strategien setzen oder in spezielle Branchen investieren.

Wenn es um den Vermögensaufbau geht, sollten Anleger langfristig denken und keinen Modeerscheinungen hinterherrennen, meint Mathias Schölzel von der Deutschen Bank. „Sparplan-Anleger sollten auf eine breite Mischung aus klassischen Indexzertifikaten achten“, erklärt Schölzel.

Basiswerte können klassische Aktien-Indizes wie der US-amerikanische S&P 500 oder der EuroStoxx 50 sein oder auch Rohstoff-Indizes, die möglichst viele Rohstoff-Arten umfassen und so eine breite Diversifikation erlauben.


Commerzbank bietet die meisten sparplanfähigen Zertifikate

Monatlich (je nach Anbieter sind auch andere Intervalle möglich) wird ein Betrag in ein bestimmtes Zertifikat investiert. Die Mindestsumme pro Sparplan liegt bei den meisten Anbietern bei 50 Euro, comdirect und Cortal Consors bieten auch Sparpläne ab 25 Euro an - was sich bei Gebühren von mindestens 2,50 Euro pro Wertpapierabwicklung aber kaum lohnt. Sparpläne können bei allen Anbietern jederzeit gestoppt und wieder aufgenommen werden und die bereits angesparten Wertpapieranteile können auch verkauft werden.

Derzeit bieten in Deutschland sieben Online-Banken Zertifikate-Sparpläne an, die sich zum Teil sehr in der Angebotspalette an sparplanfähigen Zertifikaten voneinander unterscheiden. Postbank EasyTrade beispielsweise bietet zwar nur 15 Zertifikate zur Auswahl an, hat aber immerhin neben einer breitgefächerten Auswahl an internationalen Aktien-Indizes auch ein Immobilien-Aktien-, zwei Rohstoff- und ein Hedge-Fonds-Zertifikat im Angebot.

Die größte Auswahl an sparplanfähigen Zertifikaten hat die Commerzbank zu bieten. Anleger können hier unter 149 Produkten wählen. Als Basiswerte dienen asiatische, europäische, nord- und südamerikanische und sogar afrikanische Aktienindizes, sowie bestimmte Branchen, Strategien und Themen. Dazu kommen Zertifikate auf Rohstoffe, Zinsen, Währungen und Hedge-Fonds-Zertifikate.

Vergleichsweise unausgewogen kommt das Sparplan-Angebot der OnVista Bank daher. Die Bank hat 19 Zertifikate auf einige internationale Aktienindizes, sowie ein Gold-Zertifikat. Weitere Rohstoff-Zertifikate sucht man ebenso vergebens wie Zins-, Währungs- oder Immobilien-Zertifikate.


Anbieterwahl nach Sparbetrag

„So ertragreich langfristiges Zertifikate-Sparen theoretisch auch sein mag - gerade bei kleineren regelmäßigen Ansparsummen können die Gebühren die Renditesuppe arg versalzen“, sagt Andreas Beck. Deshalb rät der Anlage-Profi, zuerst die eigenen Sparmöglichkeiten und -ziele zu überprüfen und sie dann mit der Angebotspalette und den Preismodellen der einzelnen Banken abzugleichen.

Stimmt die Zertifikate-Auswahl, sollte der Blick auf den Preis folgen. Je nach Ansparbetrag rechnet sich ein Sparplan bei dem einen oder anderen Anbieter besser. Ausgerechnet Postbank EasyTrade, die eher Kleinsparer ansprechen dürften, ist bei kleinen Sparsummen der mit Abstand teuerste Anbieter von Zertifikate-Sparplänen.

Generell gilt: Zertifikate-Sparpläne gehören zu den renditestärksten Möglichkeiten, Vermögen aufzubauen. Sparplansumme, -intervall, die konkreten Zertifikate und der Sparplan-Anbieter sollten optimal aufeinanderabgestimmt sein. Wer hier nicht unnötig Geld verschenken will, sollte die Angebote gut miteinander vergleichen - selbst kleine Unterschiede in den Kosten machen sich über Sparzeiträume von zehn oder zwanzig Jahren deutlich bemerkbar.

Quelle:  Handelsblatt Online
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