Anlegerlegenden: Am erfolgreichsten sind die Babyboomer

Anlegerlegenden: Am erfolgreichsten sind die Babyboomer

, aktualisiert 24. Mai 2016, 15:30 Uhr
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Der Chef des US-Hedgefonds Duquesne Capital erlebte in seiner Karriere ein Kursplus von 5.242 Prozent.

von Anke RezmerQuelle:Handelsblatt Online

Der Research-Chef eines US-Vermögensverwalters hat sich auf die Suche nach den bedeutendsten Menschen seiner Spezies begeben. Herausgekommen ist eine lange Liste an Namen, die eines verbindet: das Glück der frühen Geburt.

FrankfurtEs gibt viele Namen, die in der Branche der Geldprofis kursieren – Dauerbrenner, Eintagsfliegen, Legenden. Doch wer sind die tatsächlich erfolgreichsten Investoren der Welt? Darauf hat Michael Batnick nun eine Antwort gefunden.

Der Research-Chef  des Vermögensverwalters Ritholtz Wealth Management aus New York City hat sie aufgelistet: 67 erfolgreiche Geldmanager fand er zwischen den Jahren 1870 und 1968. Die Daten markieren nicht ihre Geburt, sondern den angenommenen Start ihrer Karrieren 22 Jahre später. Als Messlatte für den Anlageerfolg der einzelnen Manager wählt Batnick die Entwicklung des breiten US-Aktienindex S&P 500 - betrachtet wird jeweils ein Zeitraum von 25 Jahren nach dem Karrierestart.

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Batnick erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Er hat spannende, erfolgreiche Händler, Investoren, Hedgefondsmanager, Ökonomen, Nobelpreisträger und Pioniere aus dem Fondsmanagement herausgepickt. Es fehlen Experten großer Geldhäuser – auch mit langer Historie – wie JP Morgan, es fehlen Chef-Strategen und Notenbanker.

Vertreten sind aber einflussreiche Vordenker des Investierens, auch wenn sie selber nie Geld gemanagt haben, wie der israelisch-US-amerikanische Psychologe und Wirtschaftsnobelpreisträger Daniel Kahnemann oder der US-Wirtschaftsprofessor Robert Shiller.

Wer war nun der Beste? Den größten Börsenerfolg erwischte jedenfalls der US-Hedgefondsmanager und Chef von Duquesne Capital, Stanley Freeman Druckenmiller. Geboren 1953, startete er nach Batnicks Annahme also 1975 durch und erlebte 5.242 Prozent Kursplus.

Auf Rang zwei landen gleich drei, nur ein Jahr jüngere Kollegen: Der Hedgefondsgründer Paul Tudor Jones von Tudor Investment Corporation, der Investmentdirektor der Yale University, David F. Swensen, der das Management des Stiftungsvermögen der renommierten Universität verantwortet, sowie als Dritter im Bunde einer der Väter des quantitativen, modellorientierten  Investierens, Rob Arnott. Ein Jahr später als Druckenmiller begonnen, schafften sie mit dem S&P „nur“ noch 3.438 Prozent. 


Babyboomer stellen die größte Gruppe

Ein Jahr macht eine Menge aus für den Erfolg des Investierens: Besonders krass zeigen das die 1960er-Jahre: Von 1966 bis 1990 kletterte der US-Index um 878 Prozent. Wer ein Jahr später startete, erreichte um die Hälfte mehr: 1.318 Prozent, wie Batnick errechnet hat.

Wer auf dem Höhepunkt der Börsen kurz vor der großen Depression Anfang der 1930er-Jahre seine Laufbahn begann und dennoch eine erfolgreiche Karriere machte, kann nur ein bedächtiger Mensch sein: Philip Arthur Fisher, 1907 geboren, galt als extrem vorsichtiger Wertpapieranalyst und Vermögensverwalter. Sein Buch „Common Stocks and Uncommon Profits“, erschienen im Jahr 1958, avancierte zu einem der meistverkauften Bücher über private Geldanlage.

Die einzige Dekade mit günstigen – sprich: niedrigen – Börsenkursen zum Karrierestart und Höchstkursen nach 25 Jahren waren die 1950er-Jahre: Die Anfangszeit von Legenden wie John C. Bogle, dem Gründer des Fondsriesen Vanguard aus den USA, den Investoren-Gurus Warren Buffett und George Soros, dem Broker und Journalisten William O’Neill oder dem Multimilliardär und US-Großinvestor Carl Icahn.

Die meisten Erfolgsinvestoren und Denker gehören aber zu den Babyboomern, wurden also zwischen 1946 und 1960 geboren: Neben Druckenmiller, Swensen, Jones und Arnott gehören zu ihnen etwa Robert Shiller, die Hedgefondsmanager Ray Dalio, der Bridgewater-Gründer, und John Alfred Paulson von Paulson & Co.  sowie Jeffrey Gundlach von Doubleline Capital.

Unterm Strich befand Batnick „seine“ Vorzeigeinvestoren als relativ wenig bunt: „Viele weiße Männer“, schreibt er leicht desillusioniert in seinem Post. Allen Stars bescheinigt er überdies neben einer „unglaublichen Klugheit“ das Glück der richtigen Geburtsstunde.

Quelle:  Handelsblatt Online
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