Anlegerschützer: Die katastrophalsten Aktien Deutschlands

Anlegerschützer: Die katastrophalsten Aktien Deutschlands

Die Anlegerschutzorganisation DSW hat die größten Kapitalvernichter gekürt. Das Modethema Solar-Aktien hat Börsianer auch 2011 wieder viel Nerven gekostet, so die Experten. Sie warnen bereits vor dem nächsten Hype.

2011 war mit großen Kapitalverlusten für die Aktienanleger äußerst unerfreulich. Die Schuldenkrise und ein Niedergang der deutschen Solarbranche sorgten vielfach für zweistellige Kursverluste. Mit einem Verlust von mehr als 99 Prozent im Verlauf der vergangenen fünf Jahre führt der Solaranlagenanbieter Conergy die Liste größten Kapitalvernichter in diesem Jahr an. Schon 2010 lag Conergy auf Platz sechs.

„Finger weg von Modethemen, das gilt nicht nur für Solar, sondern für alle Modethemen“, sagte der DSW-Hauptgeschäftsführer Marc Tüngler. Die Entwicklung bei Phoenix Solar bestätige das. Mit Platz fünf und einem Wertverlust um die 90 Prozent sind die Sulzemooser die „höchsten Neueinsteiger“. Da sei Vorsicht geboten, sagte Tüngler. Hohe Platzierungen in der Liste hätten sich in der Vergangenheit als Indikator für eine bevorstehende Pleite erwiesen. Insgesamt sind fünf Solar-Firmen in der Liste der schlechtesten Fünfzig. Solar Millennium, Solarhybrid, Solon und Q-Cells tauchen nicht auf, weil sie inzwischen Insolvenz angemeldet haben.

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Vorsicht vor Mittelstandsanleihen

Nach dem Solar-Boom ist den Anlegerschützern zufolge nun das Thema Mittelstandsanleihe der neue „Hype“. Viele Anleger informierten sich bei der DSW derzeit zu diesem Thema. Dabei stelle der Verein immer wieder fest, dass Anleger das Risiko dieser Kredite falsch einschätzen. Häufig hielten auf Sicherheit bedachte Anleger solche riskanten Papiere, die sie gar nicht im Portfolio haben sollten. „Vielfach wird hier mit Markennamen gehandelt, und Anleger verlieren schnell die Kritikfähigkeit“, sagte DSW-Sprecher Jürgen Kurz mit Verweis auf den Hemdenhersteller Seidensticker oder die Bäckereikette Heberer.

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Zahnpasta des US-Herstellers Colgate. Quelle: Presse

Nicht alle Anleihe seien zu verteufeln, sagte Kurz. Wenn wie bei Heberer die Anleihe aber über die Ladentheke verkauft würden, sei kaum Transparenz gegeben. „Es gibt einen Grund, warum diese Unternehmen sieben bis neun Prozent bieten“, sagte Kurz. Den sollten Anleger wissen, um sich die Frage stellen zu können, ob die Firma kreditwürdig sei. „Wird damit Wachstum bezahlt, werden damit Schulden bezahlt, bekommen die von Banken kein Geld mehr?“ sei die Frage, sagte Kurz. Die Anleihe der Procar Automobile, Deutschlands größtem BMW-Händler, sei fragwürdig. Ein Teil der Erlöses aus den Anleihe sollte für die Hallenmiete des Autoverkäufers verwendet werden. Das sei nicht sinnvoll.

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