Anleihe am Kapitalmarkt: Apple macht trotz Reserven Milliardenschulden

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Anleihe am Kapitalmarkt: Apple macht trotz Reserven Milliardenschulden

Apple besitzt riesige Cash-Reserven. Trotzdem vollzieht der Konzern eine Anleihe von 15 Milliarden Dollar Volumen am Kapitalmarkt. Es wäre eine der größten Emissionen der Wirtschaftsgeschichte.

Auf die Aktionäre von Apple wartet ein Milliarden-Regen. Um die Milliardenausschüttung zu finanzieren, besorgt sich das Unternehmen aus Cupertino Geld am Anleihenmarkt. Am Dienstag hat Apple Anleihen mit einem Milliarden-Volumen an den Markt gebracht. Die Emission könnte die größte einer Nicht-Bank der Geschichte werden. Kreisen zufolge beträgt das Volumen mindestens 15 Milliarden Dollar. Händler sagten dem Thomson-Reuters-Dienst IFR, es bestehe eine rege Nachfrage.

Bislang hat der iPhone- und iPad-Hersteller nicht einen Cent Schulden, sondern verfügt vielmehr über Barmittel in Höhe von 145 Milliarden Dollar. Doch für Apple ist es günstiger, nun Schulden zu machen, statt auf die eigenen Reserven zuzugreifen. Insgesamt will Apple 100 Milliarden Dollar an die Aktionäre zurückgeben. Da aber nur etwa 45 Milliarden Dollar in den USA verfügbar wären und eine Umschichtung aus dem Ausland hohe Steuerzahlungen nach sich ziehen würde, muss Apple in den kommenden drei Jahren etwa 60 Milliarden Dollar auftreiben.

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Dazu möchte Apple Papiere mit Laufzeiten bis 2016, 2018, 2023 und 2043 anbieten. Angaben zum Umfang oder Verzinsung der geplanten Anleihe machte Apple zunächst nicht. Die Papiere haben einen festen Zinssatz und zusätzlich gibt es die Anleihen mit Laufzeiten bis 2016 und 2018 auch in Varianten mit variablem Zinssatz.

Deutsche Bank mit am Bord

Bei seinem ersten Anleihenverkauf seit 17 Jahren holt sich Apple die Unterstützung der Deutschen Bank. Das Frankfurter Kreditinstitut organisiert den Gang zum Kapitalmarkt zusammen mit dem Wall-Street-Schwergewicht Goldman Sachs.

Apple hatte vergangene Woche angekündigt, trotz seines Geldbergs von 145 Milliarden Dollar eine Anleihe platzieren zu wollen. Sie bekam schnell den Spitznamen „iBonds“. Das Computer-Unternehmen blieb vor der Anleihen-Platzierung trotz der gewaltigen Geldreserven die Spitzen-Bewertung der Rating-Agenturen Moody's und Standard & Poor's verwehrt.

So gab es von Moody's nur ein Rating der zweitbesten Stufe Aa1 statt Aaa. Für Unternehmen, die so stark von der Gunst der Verbraucher in den sich schnell verändernden Branchen Technologie und Mobilfunk abhingen, gebe es langfristige Risiken, hieß es zur Begründung. Von Standard & Poor's gab es ebenfalls die zweitbeste Bewertung AA+.

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