Anleihen: Deutschland wird seine Papiere nicht los

Anleihen: Deutschland wird seine Papiere nicht los

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Deutsche Anleihen gehen schlechter weg.

Die Renditen von langlaufenden Staatsanleihen können die Risiken nicht mehr ausgleichen. Die Folge: Deutschland bleibt immer häufiger auf seinen Papieren sitzen.

Eigentlich waren deutsche Staatsanleihen Kassenschlager, nun wird der Bund sie nicht mehr los. Mittlerweile konnten bei fünf aufeinanderfolgenden Auktionen nicht alle Anleihen verkauft werden, ein Teil blieb im Bestand der Finanzagentur. Zuletzt reichten am Mittwoch die Gebote der Banken nicht aus, um eine im Jahr 2046 fällige Anleihe aufzustocken. Geplant war ein Volumen von zwei Milliarden Euro, geboten wurden nur 1,5 Milliarden Euro.

Grund für die Zurückhaltung ist, dass die Rendite der Papiere weiterhin extrem niedrig ist und damit die Risiken einer derart lange laufenden Anleihe nicht mehr aufwiegen. An den Anleihemärkten kam es zuletzt zu einer Korrektur, der Kurs von 30-jährigen Anleihen ist seit Mitte April deutlich gesunken. Die Rendite lag trotzdem nur bei 1,18 Prozent, das war vielen langfristig orientierten Anlegern zu wenig.

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Was nicht platziert werden konnte, wird von der Bundesfinanzagentur einbehalten und bei nächster Gelegenheit angeboten.

Grundsätzlich steigen die Kurse bei deutschen Staatsanleihen allerdings wieder leicht. Star-Investor Bill Gross musste unterdessen offenbar einräumen, dass seine Wette gegen deutsche Bonds nicht aufgegangen ist. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Gross hatte am 21. April, als die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen bei 0,1 Prozent lag, eine Short-Empfehlung abgegeben. Die Marktentwicklung bestätigte den Fondsmanager: Innerhalb von vier Wochen stieg die Rendite um 64 Basispunkte. Gleichwohl verlor sein Unconstrained Fonds im gleichen Zeitraum 2,5 Prozent.

Gross hatte darauf gesetzt, dass die deutschen Staatsanleihen sich in einer engen Handelsspanne bewegen würden, anstatt konsequent auf sinkende Kurse zu setzen, wie Daten auf der Website von Janus belegen.

An seiner Investmentidee, die Renditedifferenzen internationaler Anleihen im derzeitigen Niedrigzinsumfeld auszunutzen, hält der Fondsmanager allerdings fest. So biete die Übergewichtung von US-Treasuries gegenüber britischen und spanischen Papieren Potenzial. “Anleger sollten die am wenigsten überbewerteten Anleihen halten und die am stärksten überbewerteten verkaufen”, empfahl Gross.

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