Anleihen: Irland erfolgreich am Finanzmarkt zurück

Anleihen: Irland erfolgreich am Finanzmarkt zurück

Nach fast zwei Jahren ist Irland an die Finanzmärkte zurückgekehrt. Mit ihrer ersten Anleihe-Emission seit der Flucht unter den Euro-Rettungsschirm konnten die Iren die Anleger überzeugen. Spanien musste dagegen erneut höhere Zinsen in Kauf nehmen.

Das schuldengeplagte Irland ist am Donnerstag mit einem zunächst vorsichtigen Gehversuch an die Finanzmärkte zurückgekehrt. Die staatliche Schuldenagentur NTMA platzierte erfolgreich Geldmarktpapiere mit einer kurzen Laufzeit von drei Monaten im Volumen von 500 Millionen Euro. Irland muss für das Geld 1,8 Prozent Zinsen zahlen. Das ist weniger als die großen Krisenländer Spanien und Italien in dieser Laufzeit bieten müssen.

Mit dem Interesse der Anleger war die NTMA zufrieden. Die Anleihe war 2,8 fach überzeichnet. „Wir sind ermutigt von der starken Nachfrage, den wettbewerbsfähigen Zinssatz das internationale Interesse an dieser heutigen Auktion“, sagte der Vorstandschef der Agentur, John Corrigan. „Dennoch ist uns auch bewusst, dass dies erst der erste Schritt ist auf dem Weg zu unserem Ziel, vollen Zugang zu den Kapitalmärkten zu erlangen.“

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Irland, der frühere „keltische Tiger“, war im Herbst 2010 als erstes Land unter den Euro-Rettungsschirm geschlüpft und hatte Kreditzusagen in Höhe von 67,5 Milliarden Euro von der Europäischen Zentralbank, vom Internationalen Währungsfonds und von der EU erhalten. Weitere 17,5 Milliarden Euro steuert Irland selbst aus einem Rentenfonds bei. Seitdem hatte Irland keine neuen Schulden mehr am Markt aufgenommen. Im Januar hatte es bereits einen erfolgreichen Versuch gegeben, als die Laufzeit einer Staatsanleihe verlängert werden konnte.

Das Wirtschaftswachstum Irlands liegt derzeit bei 0,7 Prozent. Im 4,6 Millionen Einwohner starken Land sind 14,2 Prozent der Bevölkerung arbeitslos. Die Schulden beziffern sich auf 169 Milliarden Euro, das sind 108,2 Prozent des BIP.

Bei der ersten Auktion nach dem jüngsten EU-Gipfel in Spanien stieg der Zinsdruck am Donnerstag weiter, wie aus Angaben der nationalen Schuldenagentur hervorgeht. Die viertgrößte Euro-Volkswirtschaft konnte also nicht wie erhofft von den Beschlüssen der obersten Krisenmanager profitieren. Zwar konnte Spanien bei der Auktion das Platzierungsziel von drei Milliarden Euro erreichen - allerdings musste es abermals höhere Zinsen in Kauf nehmen. In Madrid kam ein Anleihe-Dreierpack mit Laufzeiten bis 2015, 2016 und 2022 unter den Hammer. Im richtungweisenden Zehnjahresbereich verlangten Investoren Zinsen in Höhe von 6,43 Prozent. Am 7. Juni waren es noch 6,04 Prozent gewesen.

Keine Probleme hatte Frankreich mit einer Anleiheversteigerung, die Zinsen stiegen bei Papieren mit zehn Jahren Laufzeit nur geringfügig auf 2,53 Prozent (zuletzt 2,46 Prozent) an. Das Land sammelte insgesamt 7,8 Milliarden Euro ein.

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