Anleihen: Renditen von Spanien- und Italienbonds fallen

Anleihen: Renditen von Spanien- und Italienbonds fallen

, aktualisiert 16. Dezember 2011, 15:34 Uhr
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In der Euro-Zone Leidengenossen, bei der Fußball-Europameisterschaft Gegner: Spanien und Italien.

Quelle:Handelsblatt Online

Weitere positive Nachrichten für Spanien und Italien: Die Renditen auf die Anleihen der kriselnden Euro-Staaten sind gesunken.

FrankfurtTrotz der drohenden Herabstufung der Bonitätsnoten mehrerer europäischer Länder haben Anleger am Freitag europäische Staatsanleihen gekauft. Auch das Vertrauen der Investoren in Papiere schuldengeplagter Länder wie Italien und Spanien wuchs weiter. Auslöser für die gestiegene Nachfrage nach diesen Bonds war am Vortag die Auktion neuer spanischer Staatsanleihen, die überraschend gut aufgenommen worden war. Am Freitag sank die Rendite für italienische und spanische Staatsanleihen weiter.

Die Rendite spanischer zehnjähriger Anleihen fiel um 27 Basispunkte auf 5,29 Prozent, die Rendite italienischer Papiere fiel um 18 Basispunkte auf 6,82 Prozent. Die zehnjährige Bundesanleihe rentierte mit 1,926 Prozent. Der Bund-Future gewann 28 Basispunkte auf 137,91 Punkte.

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Die Ratingagentur Standard & Poor's hatte in der vergangenen Woche praktisch allen Ländern in der Euro-Zone und damit auch Deutschland mit einer Herabstufung gedroht. Am Dienstag wiederholte die Ratingagentur ihre Warnung: Auf der Liste für ein potenzielles Downgrade stünden inzwischen 25 staatliche Schuldner und 42 Banken aus Europa. Seit der Drohung kursieren an den Märkten immer wieder Gerüchte über Rating-Herunterstufungen.

Kaum Bewegung gab es beim Euro. Die Gemeinschaftswährung kostete gegen Mittag 1,3029 Dollar, nachdem sie zur Wochenmitte auf ein Elf-Monats-Tief von 1,2944 Dollar gefallen war. Analysten rechnen damit, dass der Euro seinen Tiefpunkt noch nicht erreicht hat. „Kurzfristig schwebt das Damoklesschwert einer Herabstufung durch die Rating-Agenturen über den Euroraum-Staaten“, kommentierten die Analysten der Commerzbank. „Dass die Gemeinschaftswährung unter einem solchen Schritt erneut leiden würde, steht außer Frage.“ Sie bezweifelten, dass der Euro die Marke von 1,30 Dollar länger verteidigen kann.

Quelle:  Handelsblatt Online
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