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Thema: Aktien & Börse

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29.06.2012

Anleiherenditen: Entwicklung der Staatanleihen in der Schuldenkrise

Spätestens seit dem ersten Rettungspaket im Sommer 2010 treibt Anleger die Angst vor Staatspleiten um. Die stark schwankenden Renditen der einst langweiligen Staatsanleihen machen heiße Börsenwetten möglich. Die Renditen 10-jähriger Anleihen im Vergleich.

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Staatsanleihen Griechenland Quelle: Bloomberg
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Griechenland

Rendite der 10-jährigen Staatsanleihe Griechenlands

Für die Euro-Zone ist Griechenland der Sündenfall. Neben der immens hohen Staatsverschuldung von zeitweise 163 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (vor dem Schuldenschnitt) tut sich das Land mit den notwendigen Sparprogrammen und Strukturreformen schwer. Nach anhaltenden Protesten der griechischen Bevölkerung gegen ihre Regierung kletterten die Anleiherenditen deutlich über die 30-Prozent-Marke. Der Schuldenschnitt im März 2012 um 107 Milliarden Euro und unter Beteiligung privater Gläubiger brachte Griechenland mit Blick auf den Kapitalmarktzins vorrübergehend Entlastung. Aber die Neuwahlen im Mai machten die Anleger wieder nervöser, die Renditen der Griechenland-Anleihen zogen erneut deutlich an - vor allem, weil das Risiko eines Euro-Austritts der Griechen wieder zunahm. Der Wahlsieg der konservativen Kräfte, die in Athen eine neue Regierung gebildet haben, sorgte am Kapitalmarkt nur für wenig Erleichterung. Bis Griechenland sich wieder zu einem bezahlbaren Zins von weniger als sieben Prozent über die Ausgabe neuer Staatsanleihen selbstständig refinanzieren kann, werden wohl noch viele Jahre vergehen.

Bild: Bloomberg
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