Anleihetipp: Asklepios: Schnitt in Athen

Anleihetipp: Asklepios: Schnitt in Athen

Der private Klinikbetreiber Asklepios schreibt schwarze Zahlen, auch der Barmittelzufluss (Cash-Flow) war zuletzt mit 160 Millionen Euro deutlich positiv. Anleger sollten die Anleihe ins Auge fassen.

Die Februarkälte verhalf Hamburger Medizinern zu saisonalem Geschäft, wie es sonst nur die Kollegen in den Alpenländern kennen: Akkord-Abfertigung von geborstenen Knochen und Gelenken gab es zum Beispiel in der Klinik St. Georg, die dem Betreiber Asklepios gehört. Unfälle von Schlittschuh-Akrobaten auf der Binnenalster beschäftigten zehn Chirurgen gleichzeitig in der Notaufnahme.

Die Controller in der Krankenhaus-Buchhaltung wird’s freuen. Asklepios ist mit 44.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von rund 2,3 Milliarden Euro neben Rhön und Helios einer der drei großen privaten Klinikbetreiber Deutschlands. Die Privaten verzeichneten in den vergangenen Jahren hohes Betten- und Umsatzwachstum, denn viele Kommunen wollen ihre defizitären Krankenhäuser privatisieren. Die Geschäftsmodelle sind einander sehr ähnlich: Möglichst viele Bereiche der einst separat geführten Häuser werden zentralisiert, um Kosten zu drücken. Dann wird spezialisiert, zum Beispiel aus einem ehemaligen Kreiskrankenhaus ein überregionales Herzzentrum gemacht. Anders als Rhön und Helios hat sich Asklepios dabei auf die Akut-Medizin spezialisiert. Das starke Umsatzwachstum (durch Zukäufe) der vergangenen zehn Jahre sollte anhalten, Kostendruck und Sparnöte der Kommunen werden es weiter befeuern. Etwas weniger rosig sieht die Profitabilität der privaten Klinikbetreiber aus. Die großen drei liefern sich einen Wachstumswettlauf, der viel Geld kostet und auf die Gewinnmargen drückt. Asklepios übernahm den gesamten städtischen Kliniken-Verbund der Millionenstadt Hamburg. 2011 kaufte man zudem den kleineren Wettbewerber Mediclin.

Anzeige
Anleihe-Info: Asklepios
Kurs (in Prozent)98,55
Kupon (in Prozent)4,00
Rendite (in Prozent) 4,30
Laufzeit bis28. September 2017
WährungEuro
ISINXS0542428833

In den ersten neun Monaten 2011 machte Asklepios 1,83 Milliarden Umsatz; im Gesamtjahr dürften es knapp 2,5 Milliarden gewesen sein. Für 2012 strebt Asklepios rund drei Milliarden Euro an. Der Gewinn litt 2011 neben allgemein steigenden Kosten für Medikamente, Verbandsmaterial und Gehälter vor allem unter einer hohen Sonderabschreibung auf eine Athener Klinikgruppe. Bereinigt um den einmaligen griechischen Sondereffekt, blieben netto 71 Millionen Euro; Asklepios schreibt weiterhin schwarze Zahlen, auch der Barmittelzufluss (Cash-Flow) war zuletzt mit 160 Millionen Euro deutlich positiv, sodass der Zinsdienst für die 150 Millionen Euro schwere Anleihe auf jeden Fall gesichert ist. Die Gesamtverschuldung lag Ende 2011 bei 480 Millionen Euro, was in etwa dem anderthalbfachen operativen Gewinn (Ebitda) entsprach.

Anzeige
Immobilien-Wertfinder:Was Mieten und Kaufen in Ihrer Region kostet
Immobilien-Wertefinder

Mit unserem interaktiven Tool finden Sie Interessierte Mieten und Kaufpreise in ihrem Viertel und ihrer Straße. Mehr...

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%