Anleihetipp: Borealis: Zinsen vom Emir

Anleihetipp: Borealis: Zinsen vom Emir

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Renault-Elektromobil mit Borealis-Stoßstangen

Käufer der Anleihe des Kunstoffherstellers Borealis sollten limitieren und Geduld aufbringen. Eine Empfehlung.

Die Herkunft skandinavisch, die Zentrale in Österreich, der Großaktionär aus Arabien und der Partner mit besten Drähten nach Ostasien: Derart vernetzt ist der Kunststoffhersteller Borealis im internationalen Chemiegeschäft eine führende Adresse – und zugleich Herausgeber einer interessanten Anleihe.

Borealis (der Name spielt an auf das Polarlicht "Aurora Borealis") hat sich auf Kunststoffe wie Polypropylen und Polyethylen spezialisiert, dazu auf Basischemikalien (Phenol, Aceton) und Düngemittel. Eingesetzt werden die Kunststoffe bei der Herstellung von Rohren, Kabeln oder Folien. Die Kunden stammen aus der Energiewirtschaft, dem Infrastrukturbau, der Verpackungsindustrie und der Automobilindustrie.

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Vor allem Fahrzeughersteller werden als Abnehmer immer wichtiger. Hier ersetzt Plastik zunehmend schwerere Werkstoffe wie Stahlblech. Für Mercedes liefert Borealis Plastikteile. Im neuen Elektro-Kleinstwagen Twizy von Renault werden Stoßstangen aus einem neuartigen, besonders leichtem Polypropylen von Borealis verbaut.

Nach dem passablen Jahresstart kann das Geschäftsvolumen 2012 den letztjährigen Rekordwert von 7,1 Milliarden Euro erreichen. Der Nettogewinn dürfte die 507 Millionen Euro von 2012 aber knapp verfehlen. Das Geschäft mit Basischemikalien war in den vergangenen Monaten schwächer und dürfte sich im Jahresverlauf nur leicht beleben.

Anleihe-Info: Borealis
Kaufkurs (Brief) (in Prozent)109,20
Kupon (in Prozent)5,375
Rendite (in Prozent)3,30
Laufzeit bis30. April 2017
WährungEuro
ISINAT0000A0H0V3

Mit 200 Millionen Euro Nennwert ist die Anleihe, die Borealis am Markt hat, eine mittelgroße Emission. Die Stückelung liegt bei 1000 Euro. Allerdings, wegen des geringen Handelsvolumens beträgt die Spanne zwischen Kauf und Verkauf mehr als zwei Prozent. Wer kauft, sollte limitieren und etwas Geduld mitbringen. Doch selbst bei aktuellen Kaufkursen (Brief) von 109,20 Prozent ist die Rendite mit 3,3 Prozent kein schlechtes Angebot.

Ein Rating hat die Anleihe nicht, doch Borealis ist solide finanziert. In den Büchern stehen 3,3 Milliarden Euro Eigenkapital. Das sind 53 Prozent der Bilanzsumme und etwa dreimal so viel wie die Nettoschulden. Zudem stehen mächtige Großaktionäre hinter dem Unternehmen. 36 Prozent gehören dem österreichischen Energiekonzern OMV, von dem Borealis wichtige Grundstoffe bezieht. Und 64 Prozent liegen bei der Staatsholding Ipic aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Mit dem Ölkonzern Adnoc aus Abu Dhabi betreibt Borealis das Gemeinschaftsunternehmen Borouge, über das die Kunststoffe und Chemieprodukte exklusiv in Asien verkauft werden.

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