Anleihetipp: Celesio: Comeback auf Rezept

Anleihetipp: Celesio: Comeback auf Rezept

Celesio will sich verstärkt auf das Kerngeschäft konzentrieren. Dieses Konzept bietet gute Chancen, dass das Comeback gelingt.

Der Pharmagroßhändler Celesio gehörte bis 2007 zu den stabilsten Wachstumswerten Europas. Fast jedes Jahr erhöhte das Unternehmen seinen Umsatz; vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen und Amortisation (Ebitda) blieben im Spitzenjahr 2007 mehr als 800 Millionen Euro. Celesio-Aktien (die bis 2003 unter dem Namen Gehe firmierten) stiegen in 30 Jahren von 70 Cent auf bis zu 55 Euro.

Wenn man die lange Erfolgsgeschichte von Celesio vor Augen hat, bekommt man einen Eindruck, welche Potenziale in dem Unternehmen schlummern – das jedoch seit einigen Jahren in Turbulenzen geraten ist. Die Sparpolitik im Gesundheitswesen vieler Länder und überhastete Unternehmensübernahmen ließen die Gewinne schmelzen und die Schulden steigen. Als Ebitda werden in diesem Jahr wahrscheinlich nur 580 Millionen Euro bleiben, ein Fünftel weniger als im Vorjahr. Mit rund 1,8 Milliarden Euro sind die Nettoschulden derzeit mehr als drei Mal so hoch wie das Ebitda.

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Celesio sei ein gutes Schiff, das derzeit aber ein Leck habe, sagte der neue Chef Markus Pinger vor Kurzem im WirtschaftsWoche-Interview. Nun wird gegengesteuert: Celesio wird sich auf das Kerngeschäft konzentrieren – die Logistik von Arzneimitteln – und dieses Geschäft mit neuen Präparaten ausbauen (etwa Medikamente gegen Krebs). Dazu wird der Handel mit Arzneimittel in den Schwellenländern forciert. Hier nimmt der Bedarf an Medikamenten enorm zu, weil sich viele Patienten dank des erreichten Wohlstands nun erst eine Behandlung leisten können. In Brasilien hat Celesio vor Kurzem einen Anbieter von Spezialmedikamenten übernommen.

Anleihe-Info
Kurs (in Prozent):94,40
Kupon (in Prozent):4,50
Rendite (in Prozent):5,72
Laufzeit:bis 26. April 2017
Währung:Euro
ISIN:XS0503554627

Entscheidend für die Erholung von Celesio wird die Zusammenarbeit mit den klassischen Kunden, den Apotheken. Hier hatte der Vorstoß mit der eigenen Internet-Apotheke DocMorris für reichlich Unmut gesorgt. Bis Ende 2012 soll DocMorris zusammen mit den Apotheken in ein Gesamtkonzept eingebunden werden. Sollte das fehlschlagen, könnte Celesio die Web-Apotheke immer noch verkaufen.

Der Großaktionär, die Industriellenfamilie Haniel, hatte zuletzt keine glückliche Hand mit ihrem Imperium. Immerhin steht sie hinter Pinger. Dessen Konzept bietet gute Chancen, dass Celesio ein Comeback schafft – und nach 176 Jahren Unternehmensgeschichte wieder an starke Zeiten anknüpfen kann. Der Celesio-Bond (kein Rating) bringt mit 5,7 Prozent Rendite sechsmal so viel wie vergleichbare Bundesanleihen.

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