Anleihetipp: Evonik: Deutlich spürbar

Anleihetipp: Evonik: Deutlich spürbar

Warum die WirtschaftsWoche die Evonik-Anleihe empfiehlt.

Rekorde – wohin Klaus Engel als Präsident und Vorstandsvorsitzender auch blickt. Der Präsident des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) geht für Deutschland von einem "großartigen Chemiejahr" aus. Und Engels eigenes Unternehmen, die auf Chemiespezialitäten konzentrierte Evonik Industries, "hat sein bisher bestes operatives Halbjahresergebnis vorgelegt. Unser Chemiegeschäft brummt", so Engels. Seine Prognose für 2011: eine deutliche Umsatzsteigerung und eine spürbare Verbesserung beim Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (Ebitda) – Unsicherheiten wegen der Schuldenkrise nicht ausgeschlossen.

Umsatz und Ebitda von Evonik beliefen sich 2010 auf 13,3 und 2,3 Milliarden Euro und legten im ersten Halbjahr 2011 um 17 und 20 Prozent zu – bei Ebitda-Margen von zuletzt 19,1 bis zu 27,1 Prozent im Chemiebereich. Die schafft das Essener Unternehmen durch Konzentration auf Wachstumsbereiche wie Energieeffizienz (etwa Lithium-Ionen-Technologie für Batteriezellen), Gesundheit und Ernährung.

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Mit der margenträchtigen Chemie (Umsatzanteil rund 80 Prozent) will Evonik künftig noch stärker punkten und sich schließlich als Spezialitätenkonzern selbst an die Börse bringen. Zur Absicherung des Wachstums im Chemiebereich wollen die Essener von 2011 bis 2013 jährlich eine Milliarde Euro in die Hand nehmen. In den vergangenen Jahren beliefen sich die Investitionen dafür auf rund 600 Millionen Euro pro Jahr, finanziert durch Cash-Flows von jeweils über zwei Milliarden Euro (2009 und 2010).

Auf der Liste für einen Verkauf oder einen gesonderten Börsengang stehen Beteiligungen in den Bereichen Immobilien und Energie. Der Konzern verfügt über knapp 100 000 Wohnungen. 2010 versilberte das Unternehmen bereits 51 Prozent des Stromerzeugers Steag für 651 Millionen Euro. Jüngster Abgang aus dem Portefeuille: Das Industrie-Rußgeschäft für 900 Millionen Euro.

In der Kreide stand Evonik zur Jahresmitte mit 1,7 Milliarden Euro (nach 1,6 Milliarden Ende 2010). Noch 2008 beliefen sich die Schulden von Evonik auf über 4,5 Milliarden Euro. Die radikale Reduzierung samt günstiger Branchenaussichten animierte die Agentur Standard & Poor’s, Evoniks Rating gleich um zwei Stufen aus dem Ramschstatus (BB+) in den Investmentbereich anzuheben (Moody’s Baa3).

Das Rating, die Konzentration auf die profitablen Spezialitäten, der Verkauf branchenfremder Beteiligungen und die kurze Laufzeit von drei Jahren sprechen für den Bond.

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