Anleihetipp: FMC: Hohe Schulden, grandiose Position

Anleihetipp: FMC: Hohe Schulden, grandiose Position

Warum die Fresenius-Medical-Care-Anleihe für Anleger attraktiv ist.

Zeigt sich beim Shopping eine gute Gelegenheit, kann Fresenius Medical Care (FMC) nicht widerstehen, selbst wenn man die Kreditkarten aufs Äußerste strapaziert. So ließ der Anbieter von Dialysedienstleistungen aktuell mal eben 1,7 Milliarden US-Dollar für den amerikanischen Dialyseklinikbetreiber Liberty Dialysis Holdings springen. Und weil gleichzeitig die auf die ambulante Versorgung von Gefäßzugängen für Dialysepatienten spezialisierte American Access Care zu haben war, legte FMC 175 Millionen Dollar auf den Tisch, insgesamt also knapp zwei Milliarden Dollar auf einen Streich. Seit 1996 räumte das hessische Unternehmen auf seinen Kauftouren vier große Übernahmen für umgerechnet knapp elf Milliarden Dollar ab – kein Wunder, dass die Agenturen den Shopper seit Jahren in der BB-Spekulationsklasse einstufen.

Aber: Nach dem jüngsten Deal hob Fitch das FMC-Rating von BB auf BB+, vor allem wegen des konsequenten Schuldenmanagements des Unternehmens. Das hat sich ausdrücklich zum Ziel gesetzt, die Nettoschulden beim 2,5- bis 3,0-Fachen des Gewinns vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (Ebitda) zu halten. Zur Jahresmitte lagen sie beim 2,77-Fachen, Anfang 2011 beim 2,38-Fachen. Für Moody’s dagegen bleibt es trotz der auf Kredit finanzierten jüngsten Übernahmen ausdrücklich beim Ba2-Rating. Bei Standard & Poor’s steht die Einstufung seit Februar 2010 bei BB.

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Die Schuldenlast ist vertretbar. FMC, zu 35,6 Prozent zum Fresenius-Konzern gehörig, konzentriert sich innerhalb des weltweit agierenden Gesundheitsunternehmens auf den Betrieb von Dialysekliniken (rund 3260 Niederlassungen) und die Herstellung von Dialyseprodukten. Das Geschäft garantiert stabile Erträge und Cash-Flows und wächst bei Ebitda-Margen von zuletzt 14 bis 19 Prozent global jährlich um sechs Prozent – in Osteuropa, Russland und Asien mit zweistelligen Raten. 2010 erwirtschaftete die in US-Dollar bilanzierende FMC einen Umsatz von zwölf Milliarden Dollar und schaffte ein Ebitda von 2,6 Milliarden bei leicht gestiegenen Nettoschulden (5,7 Milliarden) und einer Eigenkapitalquote von 43 Prozent. Im ersten Halbjahr 2011 legten Umsatz und Gewinn rund -sieben Prozent zu. Für das -Gesamtjahr erwartet das Management 13 Milliarden Dollar Umsatz. Die Kauflust von FMC dürfte ungebrochen sein, die Schuldenquote kaum sinken. Aber die Wachstumsstory ist intakt, die Marktposi-tion -verstärkt sich und macht die Anleihe attraktiv.

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