Anleihetipp: Freenet: Die Cash-Maschine

Anleihetipp: Freenet: Die Cash-Maschine

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Freenet Firmensitz in Büdelsdorf

Es gibt genügend Gründe einen Bogen um Aktien und Anleihen der Telekombranche zu machen. Die Freenet-Anleihe bildet eine Ausnahme.

Milliardenabschreiber, Kundenschwund, Margendruck sowie ab und zu noch ein kleiner Abrechnungsskandal, – es gäbe genügend Gründe, einen Bogen um die Aktien und Anleihen der Telekombranche zu machen. Allerdings würde einem bei Anwendung solcher Sippenhaft das eine oder andere lukrative Angebot entgehen. So zum Beispiel die mit einem jährlichen Zinskupon von 7,125 Prozent versehene Freenet-Anleihe. Nachdem auch die Norddeutschen in den vergangenen Jahren gehörig am branchentypischen Schrumpf- und Sparkurs zu leiden hatten, sieht das Management nun die Wende gekommen: Im gerade abgelaufenen dritten Quartal 2011 meldete das Unternehmen überraschend gute Gewinnzahlen und hob auch seine Prognosen für das Gesamtjahr 2011 an. Im Vergleich zum gleichen Quartal des Vorjahrs stieg der Nettogewinn um acht Prozent auf 31 Millionen Euro; beim Gewinn vor Zinsen, Abschreibungen und Steuern (Ebitda) rechnet Freenet nun mit 355 Millionen Euro für das Jahr 2011 (im Jahr 2010: 335 Millionen Euro). Klar – ein Quartalsplus macht noch keinen Frühling, doch die Strategie, sich auf die gewinnträchtigen Viel- und Smart-Telefonierer zu konzentrieren und das Billiggeschäft sausen zu lassen, scheint nun zunehmend aufzugehen.

Der Umsatz ist allerdings nach wie vor leicht rückläufig. Freenet mit seinen Marken Freenet, Mobilcom, Talkline und Debitel besitzt kein eigenes Netz, sondern vermittelt Verträge für die Netze von Telekom, Vodafone und von O2. Ein zunehmend schwieriges Geschäft, Freenet hat kein Agenturrating, und auch die hohen Nettofinanzschulden (derzeit noch rund 570 Millionen Euro) sollten Anleihegläubiger nicht ganz außer Acht lassen.

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Anleiheinfo: Freenet
Kurs (in Prozent)102,30
Kupon (in Prozent)7,125
Rendite (in Prozent)6,49
Laufzeit bis20. April 2016
WährungEuro
ISINDE000A1KQXZ0

Die weit überdurchschnittliche Zinsrendite von rund 6,5 Prozent gibt es eben nicht ohne ein gewisses Restrisiko. Allerdings hat Freenet in den vergangenen Jahren schon erheblich Schulden abgebaut.

Alles in allem ist es sehr unwahrscheinlich, dass Freenet die Bedienung der Anleihe bis zum Ende der Laufzeit 2016 ganz oder teilweise ausfallen lassen muss. Die dafür maßgebliche Kennziffer, der freie Cash-Flow, legte in den ersten neun Monaten 2011 zu; er soll im Gesamtjahr auf nunmehr 230 Millionen Euro klettern. 2010 waren es noch 212 Millionen Euro.

An Zinsen muss Freenet den Anleihegläubigern lediglich 28,5 Millionen Euro pro Jahr überweisen. Rund das Fünffache dürfte Freenet für dieses Jahr allein als Dividenden ausschütten.

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