Anleihetipp: HeidelbergCement & Praktiker: Wieder kräftig Kies gemacht

Anleihetipp: HeidelbergCement & Praktiker: Wieder kräftig Kies gemacht

Anleger sollten die HeidelbergCement- und Praktiker-Anleihen ins Auge fassen. Eine Einschätzung.

Zementhersteller leben nicht vom Zement allein: HeidelbergCement, drittgrößter Hersteller auf dem Globus, ist Weltmarktführer bei Zuschlagstoffen, also Sand und Kies. Und damit machen die Heidelberger kräftig Kies: Im ersten Halbjahr 2011 stieg die Gewinnmarge hier auf 20,3 Prozent vom Umsatz, die Marge für den Konzern betrug 15,1. Insgesamt wuchsen Umsatz und operatives Ergebnis um 9,5 und 4,6 -Prozent auf 5,9 Milliarden und 904 Millionen Euro.

Die Gläubiger, vor allem die Inhaber der lange Jahre als risikoreich geltenden Bonds der Heidelberger, wollten in den Quartalszahlen vor allem sehen, wie erfolgreich der Vorstand beim Abbaggern des Schuldengebirges war. Das hatte sich 2007 durch die Übernahme des britischen Baustoffherstellers Hanson für 14 Milliarden auf insgesamt 15 Milliarden Euro aufgetürmt. Der -Abbau gelang bis Mitte dieses Jahres bis auf 8,5 Milliarden. Das sind rund 500 Millionen Euro weniger als Mitte 2010. Die Schulden machen damit rund das 3,7-Fache des Gewinns vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (Ebitda) aus. Für 2011 verspricht Vorstandschef Bernd Scheifele, die Kennzahl auf 2,8 zu drücken. Die Reduzierung überzeugt auch die Ratingagenturen. Die hatten zum Höhepunkt des Schulden-Hype die Noten bis in den hochspekulativen B-Bereich gedrückt. Inzwischen ist man im BB-Bereich angekommen, und in diesem Frühjahr hoben Moody’s und Fitch die Einstufung um jeweils einen Punkt auf Ba1/BB+ an. Sinken die Schulden wie geplant, dürfte auch Standard & Poor’s nachziehen. Nächste Station: der Investmentbereich. Doch schon jetzt ist der Zement-Bond eine relativ sichere Bank.

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Das gilt nicht für die Anleihe des Baumarktbetreibers Praktiker, deren Kurs von 101 Prozent auf 85 Prozent einbrach. Ein Horrorquartal mit einem Verlust von 307 Millionen Euro wegen Umsatzrückgängen, Sonderaufwendungen, Wertberichtigungen und Firmenwertabschreibungen war die Ursache. Dazu Umsatz-und Gewinnwarnungen samt Rücktritt des Vorstandschefs. Das aber könnte die Chance sein, unter neuer Führung die Strategie – weg vom Billigladen, hin zur früheren Ertragskraft – schneller zum Erfolg zu führen. „Die finanzielle Situation ist solide“, so das Urteil der UniCredit. Die flüssigen Mittel betragen über 300 Millionen Euro, die Eigenkapitalquote 25,3 nach 39,4 Prozent, die Nettofinanzschulden 200 Millionen. Anleger sollten auf den ersten Schreck hin jetzt nicht verkaufen, sondern höhere Kurse abwarten.

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