Anleihetipp: Hornbach: Kein Ramsch

Anleihetipp: Hornbach: Kein Ramsch

Wie die WirtschaftsWoche die Hornbach-Anleihe bewertet.

Selbst mehrere gute Quartale in Serie ändern nichts daran: Pfälzische Bescheidenheit bleibt das Credo bei Deutschlands fünftgrößtem Betreiber von Bau- und Gartenmärkten. Die Hornbach Baumarkt-AG aus dem rheinland-pfälzischen Bornheim sieht mit Blick auf das erste Quartal des Geschäftsjahres 2011/12 (Ende Februar) allenfalls "Chancen, dass sich Umsatz und Ertrag im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres positiver entwickeln könnten als ursprünglich erwartet".

Dem aber stünden Unsicherheiten bezüglich der von der europäischen Schuldenkrise ausgehenden Konjunkturrisiken gegenüber. Entsprechend bleibt es bei der bisherigen Prognose für das Gesamtjahr: Der Umsatz wird "im mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen", das Betriebsergebnis soll "über dem Niveau" des Vorjahres liegen. Da setzte die knapp 80-prozentige Tochter der Hornbach Holding 2,84 Milliarden Euro um. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) betrug 119,1 Millionen Euro.

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Glanz ins jüngste Quartal brachte vor allem das gute Wetter und die wachsende Kauflust von Heimwerkern und Gartenfreunden in der Heimat. Mit Laminat, Laubsaugern und allen anderen Produkten nahm Hornbach zwischen März und Mai 863,7 Millionen Euro ein, ein Plus von 10,7 Prozent. Das Ebit kletterte um 35,5 Prozent auf 67,2 Millionen Euro. Zum Vergleich: Konkurrent Praktiker startete mit fast elf Prozent Umsatzeinbuße ins Jahr. Hornbach betreibt europaweit in neun Ländern 134 Bau- und Gartenmärkte mit einer Gesamtverkaufsfläche von 1,53 Millionen Quadratmetern. Die Eigenkapitalquote der Baumarkt-AG beträgt solide 44,5 Prozent.

Die Ratingagenturen Standard & Poor’s und Moody’s bewerten die längstens bis 2014 laufende Anleihe der Hornbach-Baumarkt-AG mit BB (Standard & Poor’s) und Ba3 (Moody’s) zwar im Ramschbereich, allerdings bei positiven und stabilen Aussichten. Und, anders als bei Staatsschuldnern, verbessern diese sich mit Blick auf den Schuldenabbau zusehends: Die flüssigen Mittel der Baumarkt-AG von 510,1 Millionen Euro übersteigen die Finanzschulden inzwischen um gut 75 Millionen Euro. Die gesamte Gruppe drückte die Netto-Finanzverbindlichkeiten im Auftaktquartal von 322,1 auf 245,8 Millionen Euro. Hornbach erzielt hohe operative Mittelzuflüsse (125,1 Millionen Euro im ersten Quartal) und finanziert Investitionen ausschließlich aus dem Cash-Flow.

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