Anleihetipp: KPN: Solides Angebot

Anleihetipp: KPN: Solides Angebot

Das Geschäft in Deutschland entwickelt sich prächtig, alleine auf dem Heimatmarkt hat KPN mit leichten Problemen zu kämpfen. Die Anleihe ist dennoch ein solides Angebot.

Für Elco Blok ist Deutschland ein so wichtiger Markt, dass er laut über Zukäufe nachdenkt. Kein Wunder, hat der Chef des niederländischen Kommunikationskonzerns KPN hier doch mit dem Mobilfunkanbieter E-Plus seinen stärksten internationalen Ableger. Schon bis Ende Juni zählte E-Plus 21,5 Millionen Kunden, fast zwei Millionen mehr als ein Jahr zuvor. Mit der Umstellung auf die neue, besonders schnelle Technik HSPA dürfte E-Plus weitere Kunden gewinnen. Dank seiner Discountstrategie ist E-Plus die Nummer drei des deutschen Mobilfunkmarktes.

Zwei Drittel der Gewinne macht KPN allerdings noch immer auf den Heimatmärkten Niederlande und in Belgien. Hier bietet das Unternehmen das gesamte Spektrum der Telekomdienste an: Festnetzanschlüsse, Mobilfunk, Internet, Fernsehen, Datenservice. Auf dem wichtigen Breitbandmarkt hat KPN in den Niederlanden 41 Prozent Marktanteil.

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Wie andere Ex-Monopolisten der Branche leidet KPN unter der schwindenden Bedeutung der Festnetzanschlüsse und flinken, neuen Konkurrenten. Zudem belasten niedrigere Entgelte, die von der Regulierungsbehörde für Gespräche aus anderen Netzen verordnet wurden. Im Gegenzug baut KPN sein Dienstleistungsangebot aus und drückt auf die Kosten. Bis 2015 sollen in den Niederlanden 5000 Stellen abgebaut werden. Gemessen am Gesamtkonzern, wäre das ein Sechstel der Belegschaft.

Der Geschäftsverlauf von KPN ist stabil. In den vergangenen fünf Jahren blieb der Umsatz trotz der Konjunkturkrise 2008/09 zwischen 13 und gut 14 Milliarden Euro. Der Nettogewinn legte dabei von 1,5 Milliarden Euro auf 1,8 Milliarden Euro (2010) zu. Dank niedriger Steuern könnten es in diesem Jahr fast 1,9 Milliarden werden.

Bei ihrer Finanzierung sind die Niederländer durchaus im Plan. Die Nettoschulden machen derzeit das 2,4-Fache des Gewinns vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (Ebitda) aus.

Dass sie dabei eher am oberen als am unteren Rand der angepeilten langjährigen Bandbreite (zwischen 2,0 und 2,5) liegen, ist vor allem auf die vergangene Dividendenausschüttung zurückzuführen.

Den langfristigen Schuldverschreibungen der KPN gibt die Ratingagentur Standard & Poor’s die Note BBB+ mit stabilem Ausblick, also noch durchschnittlich gute Investment-qualität.

Für etwas weniger als vier Jahre Restlaufzeit gibt es derzeit 3,4 Prozent Rendite – ein solides Angebot.

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