Anleihetipp: OMV: Mehr Up als Down

Anleihetipp: OMV: Mehr Up als Down

Warum die WirtschaftsWoche die Anleihe des österreichischen Öl- und Gaskonzerns OMV empfiehlt.

Der integrierte österreichische Öl- und Gaskonzern fährt sein Upstreamgeschäft hoch und das Downstreamgeschäft runter. Die Logik hinter der neuen Strategie des seit April amtierenden OMV-Chefs Gerhard Roiss: Die Exploration und Produktion von Öl und Gas bringt höhere Margen als das Raffinerie- und Tankstellengeschäft, deren Margen mit der sinkenden Nachfrage nach Mineralölprodukten in Europa unter Druck geraten. Binnen zehn Jahren will Roiss den Anteil des Downstreamgeschäfts im Konzern von derzeit gut 50 auf 25 Prozent stutzen und den des Upstream‧geschäfts, in das zukünftig zwischen 60 und 70 Prozent der Investitionen fließen  sollen, von 35 auf 55 Prozent ausweiten. Roiss will vor  allem in die Erschließung von Erdgasvorkommen in der  kaspischen Region, im Mittleren Osten und in Afrika investieren, weil Erdgas zur primären Energiequelle Europas werde. Dem Gaspipeline-Projekt Nabucco, an dem OMV 16,7 Prozent hält, fiele dabei eine Schlüsselrolle zu.

Wer viel vorhat im Öl- und Gasgeschäft, der braucht eine gut gefüllte Kasse. Im Juni beschaffte sich OMV bereits 1,5 Milliarden Euro. Die eine Hälfte über die Ausgabe von 27,3 Millionen neuer Aktien zum Bezugspreis von 27,50 Euro, die andere Hälfte über die Platzierung einer nachrangigen Hybridanleihe.

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In der vergangenen Woche wurden auch klassische Anleiheinvestoren angezapft. Bei ihnen borgen sich die Österreicher für zehn Jahre 500 Millionen Euro. Ausgestattet ist die Anleihe mit einem jährlichen Kupon von 4,25 Prozent. Die aktuelle Rendite liegt bei 3,94 Prozent. Real bliebe – die aktuelle Inflation von 2,6 Prozent konstant gesetzt – nach Abzug von Abgeltungsteuer und aktueller Inflation nach einem Jahr nur ein minimaler Kapitalzuwachs von etwa 0,35 Prozent. OMV profitiert indirekt auch von der Top-Bonität der Republik Österreich. Schließlich ist der österreichische Staat, der von allen Ratingagenturen noch mit der Bestnote AAA bewertet wird, über die Staatsholding ÖIAG mit einem Anteil von 31,5 Prozent des Aktienkapitals der größte Aktionär von OMV.

Die US-Ratingagenturen Moody’s und Fitch stufen die Bonität von ÖMV entsprechend solide ein mit A3 und A-, jeweils versehen mit stabilem Ausblick. Die Nettoverschuldung von OMV lag zum Halbjahr 2011 bei 4,35 Milliarden Euro und damit nur um rund sechs Prozent über dem binnen zwölf Monaten erzielten Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (Ebitda). Das ist eine solide Relation.

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