Anleihetipp: Petrobras: Brasilien bedient

Anleihetipp: Petrobras: Brasilien bedient

Warum die WirtschaftsWoche die Anleihe des brasilianischen Ölkonzerns Petrobas empfiehlt.

Weil das einfach zu findende Öl auf der Erde schon gefunden ist, geht es jetzt darum, aus bestehenden Feldern mehr rauszuholen und neue Lagerstätten in extremen Lagen zu erschließen.

Unter dem Meeresboden vor der brasilianischen Küste wurden in den vergangenen Jahren gewaltige Erdölfelder entdeckt. Vermutet werden dort Vorkommen von insgesamt rund 50 Milliarden Fass. Doch die Erschließung dieser Lagerstätten, die in mehreren Tausend Meter Wassertiefe und unter einer dicken Salzschicht (Pre-Salt) liegen, verschlingt mit Blick auf die technischen und geologischen Herausforderungen gigantische Summen.

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Der mehrheitlich von der brasilianischen Regierung kontrollierte Ölkonzern Petrobras will bis 2015 allein 45 Milliarden Dollar nur für die Entwicklung der Pre-Salt-Lagerstätten ausgeben. Das sind 35 Prozent des für die Erschließung neuer Felder und den Ausbau der Produktion vorgesehenen Budgets und ein Fünftel der veranschlagten Gesamtinvestitionen von 225 Milliarden Dollar. Finanziert wird die Investitionsoffensive etwa zu gleichen Teilen aus der Kapitalerhöhung vom Herbst 2010, den laufenden operativen Mittelzuflüssen und neuem Fremdkapital wie der im Februar 2017 fälligen Dollar-Anleihe, die 3,21 Prozent Rendite bringt.

Aktuell verfügt Petrobras über gesicherte Reserven von rund 13 Milliarden Barrel Öläquivalent und produziert durchschnittlich 2,7 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag. Gemessen an der Fördermenge, sind die Brasilianer die fünftgrößte Ölgesellschaft der Welt. Bis 2015 ist eine Ausweitung der Tagesfördermenge auf 3,9 Millionen Barrel geplant.

Anleiheinfo: Petrobas
Kurs (in Prozent)101,27
Kupon (in Prozent)3,50
Rendite (in Prozent)3,21
Laufzeit bis6. Februar 2017
WährungDollar
ISIN

US71645WAU53

Petrobras verfügt über eine große Expertise bei Tiefseeprojekten. Doch es wird Rückschläge geben, Produktionsziele können verfehlt werden und einzelne Investitionen fehlschlagen. Sollten Nachfragewachstum und Ölpreis zurückgehen, werden Investitionen vermutlich verschoben. Dagegen könnten steigende Ölpreise und Inflation im Land wieder Eingriffe des Staates in die Preispolitik provozieren.

Die Ratingagenturen halten Zinsdienst und Tilgungsfähigkeit im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld für gewährleistet. Moody’s bewertet die Anleihe mit A3. Etwas skeptischer sind die Kollegen von S&P und Fitch mit BBB. Doch selbst in einer schweren Krise der Weltwirtschaft und des Unternehmens können Anleihegläubiger davon ausgehen, bedient zu werden. Der Ölkonzern ist für Wirtschaft und Reputation Brasiliens so wichtig, dass notfalls der Staat einspringen wird.

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