Anleihetipp: Peugeot: Gut geschlagen

Anleihetipp: Peugeot: Gut geschlagen

Stabile Aussichten für den französischen Autobauer Peugeot. Anleger sollten die Anleihe im Blick haben.

Die Branche der Autobauer hängt extrem an der Konjunktur, es herrscht beinharter Wettbewerb, dazu bestehen weltweit Überkapazitäten, die Margen sind vor allem für Massenproduzenten dünn.

In diesem Umfeld hat sich die seit 1896 als Autoproduzent tätige Peugeot mit den Marken Peugeot und Citroën gut geschlagen: Bei einer Jahresproduktion von 3,6 Millionen Fahrzeugen brachten es die Franzosen 2010 auf Platz zwei der Europa-Liga (nach Volkswagen). Auf dem alten Kontinent hält man einen Marktanteil von gut 13 Prozent. Rund 33 Prozent der Produktion gehen in Länder außerhalb Europas. An Faurecia, Europas zweitgrößtem Autozulieferer, ist Peugeot mit gut 57 Prozent beteiligt. Im Geschäftsjahr 2010 setzte die Gruppe gut 56 Milliarden Euro um und erzielte einen Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (Ebitda) in Höhe von 4,77 Milliarden Euro. Vor Zinsen und Steuern (Ebit) wurden 1,7 Milliarden verdient. Gegenüber 2009 legte der Umsatz um über 15 Prozent zu, das Ebitda sogar um 168 Prozent – Indiz für die Konjunkturerholung nach der Krise von 2008/2009.

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Im ersten Halbjahr 2011 stiegen Umsatz und Ertrag um 9,7 und 1,7 Prozent, die Ebitmarge der Gruppe sank von 4,0 auf 3,7 Prozent. Für das Gesamtjahr bleibt das Management angesichts unsicherer Konjunkturaussichten, gestiegener Rohstoffpreise und Zulieferproblemen vorsichtig. Kurzfristig will der Autobauer mit einem Sparprogramm von 1,1 Milliarden Euro gegenhalten. Längerfristig setzt der Massenproduzent mit seinen relativ geringen Margen und dem Absatzschwerpunkt Europa auf China, die Hybridtechnik und auf neue Modelle. Ab 2013 soll die chinesische Produktion von zuletzt 375.000 Fahrzeugen auf über 700.000 steigen. In der Hybridtechnik arbeitet Peugeot mit BMW zusammen. An Neueinführungen stehen in diesem Jahr die Modelle 508, Citroën DS 4 und DS 5 sowie der 3008 an. 2012 kommt der Nachfolger des Volumenmodells 207.

Zum Jahresende 2010 setzte die Ratingagentur Standard & Poor’s die Nettoschulden im Autogeschäft einschließlich Pensionsverpflichtungen und Leasingverbindlichkeiten auf 5,5 Milliarden Euro an. Das waren sieben Prozent weniger als Ende 2009 und der niedrigste Stand seit 2005. Die Schulden betrugen das 1,7-Fache des Ebitda und entsprachen damit , so die Agentur, voll der Ratingklasse BB+ (Ramschbereich) bei positiven Aussichten. Bei Moody’s schaffte der Autobauer mit Baa3 bereits den Sprung in den Investmentbereich. Die Aussichten sind stabil.

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