Anleihetipp: Polen: Sicherer Hafen

Anleihetipp: Polen: Sicherer Hafen

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Kein anderes Land ist in Europa so gut durch die Finanzkrise gekommen wie Polen (im Bild: Ministerpräsident Donald Tusk)

Polnische Staatsanleihen sind attraktiv. Da polnische Pensionsfonds mindestens 95 Prozent ihrer Gelder im Inland anlegen müssen, bleibt der hiesige Anleihemarkt zudem weniger schwankungsanfällig.

Reisende müssen sich darauf einstellen, an der polnischen Grenze wieder kontrolliert zu werden. Polen ist zwar seit Mai 2004 Mitglied in der Europäischen Union, seit Ende 2007 sind die Grenzkontrollen wegfallen. Hooligans will das Land – zusammen mit der Ukraine Gastgeber der Fußball-Europameisterschaft – auf keinen Fall hereinlassen. Die EM soll Polen schließlich keinen Imageschaden bescheren, sondern einen zusätzlichen Aufschwung.

Kein anderes Land in Europa ist so gut durch die Finanzkrise gekommen wie das nach der Bevölkerungszahl sechstgrößte Europas. Eine Rezession gab es nicht, die Wirtschaft boomt, das deutsche Nachbarland gilt schon als sicherer Hafen in Osteuropa.

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Polens Rating ist mittelmäßig: A- bei den Agenturen S&P und Fitch, die siebthöchste Bonitätsnote. Moody’s stuft Polen mit A2 ein, die sechshöchste Note. Damit gilt Polen als sichere Anlage, solange keine unvorhergesehenen Ereignisse eintreten, und gehört der sogenannten Klasse "upper medium grade" an.

Solange der Euro wankt und die Euro-Krise besteht, will Polen der gemeinsamen europäischen Währung nicht beitreten. Das sagte zumindest der polnische Zentralbank-Chef Marek Belka kürzlich. Ein starker Zloty unterstützt seine Abwehrhaltung. Sämtliche Kriterien für den Beitritt zur Euro-Zone erfüllt Polen nachhaltig ohnehin erst voraussichtlich bis 2015. Das Haushaltsdefizit lag im vergangenen Jahr bei 5,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Für 2012 ist das EU-Limit von drei Prozent bereits als Ziel definiert.

Anleihe-Info: Polen
Kurs (in Prozent) 113,25
Kupon (in Prozent) 5,625
Rendite (in Prozent)3,334
Laufzeit bis 20. Juni 2018
WährungEuro
ISINXS0371500611

2011 wuchs die Wirtschaftsleistung um 4,3 Prozent, das stärkste Plus seit 2008. Die Schulden der öffentlichen Hand betrugen Ende 2011 56,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Zum Vergleich: In der Euro-Zone beliefen sich die Schulden 2011 dem Internationalen Währungsfonds zufolge im Durchschnitt auf rund 88 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. In den USA betrugen sie sogar 102 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung.

Und Ministerpräsident Donald Tusk will noch mehr. Das Haushaltsdefizit will er halbieren, das Renteneintrittsalter in Polen wird von 65 Jahren bei Männern und 60 Jahren bei Frauen auf 67 angehoben.

Die Staatsanleihen des Landes sind attraktiv, ihre Rally geht vermutlich weiter. Auch schön für Anleger: Polnische Pensionsfonds müssen mindestens 95 Prozent ihrer Gelder im Inland anlegen. Das macht den polnischen Anleihemarkt weniger schwankungsanfällig. Ein sicherer Hafen in Osteuropa eben.

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