Anleihetipp: Scholz: Rendite mit Schrott

Anleihetipp: Scholz: Rendite mit Schrott

Die Chance auf eine Rendite von 8,5 Prozent bei einem Ausgabekurs 100 Prozent wollten sich Anleger bei der Anleihe der Firmengruppe Scholz nicht entgehen lassen. Wer nicht bedient wurde, muss sich bis zum nächsten Zeichnungstag am 8. März gedulden.

Typisch unschwäbisch wirkt der Zinskupon von 8,5 Prozent, mit dem die Firmengruppe Scholz aus dem schwäbischen Essingen die erste Anleihe ihrer Unternehmensgeschichte ausgestattet hat. Bis zu 150 Millionen Euro wollte das Familienunternehmen bei Zinsanlegern einsammeln, was ihm problemlos gelang. Ursprünglich sollte die Zeichnung bis zum 2. März laufen. Doch das Volumen war bereits bis zum Mittag des ersten Zeichnungstages vergriffen. Die Chance auf eine Rendite von 8,5 Prozent bei einem Ausgabekurs 100 Prozent wollten sich Anleger nicht entgehen lassen. Wer nicht bedient wurde, muss sich nun gedulden bis zum ersten Handelstag im Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse am 8. März. Auf weniger als 7,5 Prozent Rendite sollten sich Anleger dann aber nicht einlassen.

Zuverlässigkeit, Bescheidenheit und Verantwortungsbewusstsein hat sich die vom Vorstandschef Berndt-Ulrich Scholz und seinem Sohn Oliver in der vierten und fünften Familiengeneration geführte Firmengruppe auferlegt. Damit hat man es bisher recht weit gebracht.

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Die Scholz-Gruppe, deren Wurzeln bis ins Jahr 1872 zurückreichen, ist heute mit Beteiligungen und Tochtergesellschaften und mit über 7500 Mitarbeitern in mehr als 20 Ländern vertreten und zählt zu den führenden Recyclingunternehmen von Stahl- und Metallschrott. Die Gruppe versorgt Stahlwerke, Gießereien und Schmelzöfen rund um den Globus. Das Geschäft ist kapitalintensiv, bietet mit Blick auf knapper werdende Energie- und Rohstoffreserven weiter Wachstumspotenzial. So lassen sich mit einer Tonne Stahl, die aus Schrott produziert wird, 1,5 Tonnen Eisenerz, 0,65 Tonnen Kohle und 0,3 Tonnen Kalkstein einsparen.

Anleihe-Info: Scholz
Kupon (in Prozent)8,50
WährungEuro
Mindestanlage1000 Euro
Laufzeit8.3.2012 bis 8.3.2017
Rating (Euler Hermes)BB/stabil
ISINAT0000A0U9J2

Der Konzernumsatz hat sich binnen zehn Jahren mehr als verdreifacht. Nach neun Monaten 2011 lag die Gesamtleistung mit rund 4,2 Milliarden Euro gut ein Fünftel über der entsprechenden Vorjahresperiode. Das Konzernergebnis legte um acht Prozent auf 35 Millionen Euro zu. Erfreulicherweise reduzierten sich die Bankschulden um 6,5 Prozent auf 1,077 Milliarden Euro. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich von 14,9 auf 16,4 Prozent.

Trotzdem: Die Kapitalstruktur bleibt stark verbesserungswürdig, denn sie bietet nur einen geringen Puffer für unvorhersehbare Schocks, etwa einen scharfen Einbruch der Weltwirtschaft wie 2009. So sieht das auch die Ratingagentur Euler Hermes Rating. Sie bewertet Scholz deshalb ziemlich unschwäbisch mit BB im spekulativen Bereich.

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