Anleihetipp: Singulus: Mehr Zins pressen

Anleihetipp: Singulus: Mehr Zins pressen

Das seit Ende 1997 als Aktiengesellschaft an der Börse notierte Unternehmen Aixtron hat erstmals ein Zinspapier emittiert. Die Anleihe ist einen Blick wert.

In einem anhaltenden Zinstief sein Kapital zu erhalten fällt jedem Investor schwer. Nur wer bereit ist, deutlich höhere Risiken als in Normalzinsphasen einzugehen, hat die Chance, eine Rendite nach Steuern oberhalb der derzeitigen Inflation zu erreichen. Vorausgesetzt, das erhöhte Risiko führt nicht zu einem Ausfall der Anlage. Damit müssen Investoren schon kalkulieren, wenn sie sich auf dem Feld von Hochzinsanleihen tummeln.

Einen Blick wert ist da auf jeden Fall eine neue Anleihe von Singulus Technologies.

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Das seit Ende 1997 als Aktiengesellschaft an der Börse notierte Unternehmen hat erstmals auch ein Zinspapier emittiert. Die Hessen entwickeln, produzieren und vertreiben weltweit Maschinen und Anlagen zur Herstellung von optischen Speichermedien (Blu-ray, DVD) und Solarzellen. Mit schwankendem Erfolg. 2007 lag der Umsatz noch bei 230 Millionen Euro, 2010 – nach Verkäufen von Unternehmensteilen – bei nur noch 120 Millionen.

2011 sollen die Umsätze nun laut Planung auf 160 Millionen Euro deutlich gewachsen sein. Analysten erwarten einen kleinen Nettogewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr von 2,5 Millionen Euro. Da sind die 60 Millionen Euro, die Singulus über die im Übrigen nicht geratete Anleihe gerade eingeworben hat, schon ein ordentlicher Brocken.

Das Unternehmen plant mit dem Emissionserlös unter anderem die Finanzierung von größeren Solarprojekten und neue Solarprodukte; auch Produktionsanlagen für die nächste Generation Blu-ray-Discs will Singulus mit dem Geld entwickeln.

Anleihe-Info: Singulus
Kurs (in Prozent)99,89
Kupon (in Prozent)7,75
Rendite (in Prozent)7,78
Laufzeit bis23. März 2017
WährungEuro
ISIN

DE000A1MASJ4

Das hohe Risiko des neuen Papiers relativiert ein Blick in die Bilanz. Zuletzt standen immerhin gut fünf Millionen Euro an Nettoliquidität in den Büchern. Das Vermögen war zu zwei Dritteln aus Eigenkapital finanziert. Auch mit den neuen Anleihenschulden dürfte die Eigenkapitalquote bei sehr soliden gut 50 Prozent liegen. Der diesjährige geschätzte Faktor aus dem Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (Ebitda) zu den Nettofinanzschulden liegt bei rund 3,0. Das geht in Ordnung, lässt sich aber über die Laufzeit der Anleihe von fünf Jahren nicht einfach so fortschreiben, wie etwa bei einem Telekomunternehmen, das im Vergleich zur konjunkturabhängigen Singulus deutlich besser planbare Ebitda und Mittelzuflüsse hat.

Dafür erhalten Anleger aber 7,78 Prozent an Rendite. Angesichts der Transparenz und langen Börsenhistorie von Singulus ist das im Vergleich zu anderen Papieren von Mittelständlern attraktiv.

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