Anleihetipp: Sixt: 100 Jahre Gewinne

Anleihetipp: Sixt: 100 Jahre Gewinne

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Autovermieter Sixt: Kapitalpolster auf 596 Millionen gewachsen.

Warum die WirtschaftsWoche die Anleihe des Autovermieters Sixt empfiehlt.

Mit einem überraschenden Ertragssprung von 38 Prozent auf 98 Millionen Euro netto lief das vergangene Jahr für den Autovermieter Sixt besser als erwartet. Für 2012 schlägt Unternehmenspatriarch Erich Sixt (der das von Martin Sixt vor 100 Jahren gegründete Unternehmen in dritter Generation führt und 57 Prozent der Stammaktien besitzt)

zwar moderatere Töne an. Dennoch haben sich die Aussichten im Vergleich zur tristen Stimmungslage von vor einigen Monaten deutlich aufgehellt.

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Nachdem Sixt in Deutschland und Österreich die Nummer eins der Branche ist, will das Unternehmen nun vor allem international stärker zulegen. Schon im vergangenen Jahr wuchs hier das zentrale Geschäft mit der Autovermietung mit 20 Prozent doppelt so stark wie im Konzern insgesamt. Der Auslandsanteil kletterte auf über 30 Prozent und dürfte sich angesichts des erfolgreichen Starts auf dem wichtigen US-Markt im laufenden Jahr weiter erhöhen. Die Finanzmittel für die Expansion stammen auch von Zinsanlegern. Zwei Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 550 Millionen Euro hat Sixt derzeit emittiert. Die neuere, bis 2016 laufende Anleihe, bringt 3,4 Prozent Rendite. Das ist kein üppiges, aber ein faires Angebot. Privatanleger können bis zu fünf Prozent ihres Anleihedepots in dieses Papier stecken.

Anleihe-Info: Sixt

Kurs (in Prozent)102,90
Kupon (in Prozent)4,125
Rendite (in Prozent)3,422
Laufzeit bis25.10.2016
WährungEuro
ISINDE000A1E8V89

Die Gefahr, dass Sixt die Zinsen für die Anleihe (10,3 Millionen Euro pro Jahr) nicht bezahlen kann oder am Ende sogar ein Totalausfall droht, ist ziemlich gering. Seit 1986, als das Unternehmen an die Börse ging, hat es jedes Jahr mit einem Nettogewinn abgeschlossen. Mehr noch: Die Familie Sixt beteuert, dass es nie in der 100-jährigen Geschichte des Unternehmens ein Verlustjahr gegeben habe. In der akuten Phase der Finanzkrise geriet Sixt im ersten Quartal 2009 zwar kurzzeitig in die roten Zahlen, weil die Nachfrage wegbrach und das Unternehmen sich mit umfangreichen Fahrzeugbestellungen gebunden hatte. Durch flexiblere Abmachungen mit den Autobauern will Sixt diese Gefahr in Zukunft umgehen.

Gut sichtbar wird die Kontinuität des Unternehmens an der Entwicklung des Eigenkapitals. Es wuchs in den vergangenen zehn Jahren von 141 Millionen Euro auf derzeit 596 Millionen Euro. Diese Finanzkraft ist nicht nur die Basis für die weitere Expansion des Unternehmens. Sie ist auch ein Polster, wenn es darum geht, dass Privatanleger ihr Geld aus der Anleihe wieder zurück- bekommen. Insofern lässt es sich auch verschmerzen, dass es für die Anleihe kein Rating der großen Agenturen gibt.

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