Anleihetipp: Wienerberger: Stabile Steine

Anleihetipp: Wienerberger: Stabile Steine

Die verbesserten Geschäftszahlen beim Ziegelhersteller Wienerberger schlagen sich auf sich auch bei den Finanzen durch. Warum eine Anleihe jetzt interessant ist.

Österreicher sind bekannt für schwarzen Humor. Auf den Geschäftsbericht 2010 druckte Ziegelhersteller Wienerberger das Foto eines Ziegelsteins, der auf einem Nagelbrett liegt. Auf dem Foto prangt der Slogan "Das halten wir noch länger aus". Im vergangenen Jahr kam Wienerberger nach Abzug von Einmaleffekten nur auf eine schwarze Null. Inzwischen sieht es kommoder aus: Wienerberger steigerte in den ersten neun Monaten dieses Jahres das Ebitda (Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation) gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 53,2 auf 213,7 Millionen Euro. Wienerberger steht derzeit gut da, weil das Europa-Geschäft nach der Finanzkrise wieder anzieht und der kriselnde US-Markt sich mit sieben Prozent Umsatzanteil kaum bemerkbar macht.

Die verbesserten Geschäftszahlen schlugen auch bei den Finanzen durch. Wienerberger senkte im dritten Quartal die Nettoverschuldung, also kurz- und mittelfristige Verbindlichkeiten abzüglich der liquiden Mittel, von 510,9 auf 374,5 Millionen Euro. Die Deutsche Bank schätzt, dass die Nettoschulden im kommenden Jahr zwar leicht auf 386,3 Millionen Euro ansteigen, aber 2013 auf 323,6 Millionen Euro absinken werden.

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Das würde Wienerberger finanziell wieder in ruhigere Fahrwasser bringen. Akquisitionen in Osteuropa hatten 2009 die finanzielle Lage verschlechtert, hinzu kam, dass die neuen Werke keinen Gewinn abwarfen, weil die Kapazitäten infolge der Finanzkrise nicht ausgelastet waren. Die Österreicher hatten unter anderem Unternehmen in Kroatien und Tschechien gekauft. Die Ratingagentur Moody’s setzte 2009 auch wegen der Probleme in Osteuropa die Note für Wienerberger von Baa3 auf Ba1 herab. Das ist spekulativ, wenngleich die beste Bewertung dieser Kategorie.

Anleihe-Info: Wienerberger
Kurs (in Prozent)102,68
Kupon (in Prozent)4,875
Rendite (in Prozent)4,33
Laufzeitbis 07. Juli 2014
WährungEuro
ISINAT0000A0H999

Inzwischen kauft Wienerberger bevorzugt in Westeuropa ein. Im März dieses Jahres übernahmen die Österreicher den belgischen Ziegelhersteller Heylen Bricks. Die unterschiedliche Entwicklung der Preise für Wohnimmobilien in Europa gibt Wienerberger recht: In der Slowakei beispielsweise sanken sie im zweiten Quartal um 2,8 Prozent, in Frankreich dagegen zogen sie um 7,7 Prozent an.

Konjunkturängste sind nur am sinkenden Kurs der Wienerberger-Aktie abzulesen. Die Anleihe dagegen notiert stabil über 100 Prozent. Wienerberger ist derzeit so solvent, dass es die im kommenden Jahr fälligen 398 Millionen Euro schultern dürfte. 2013 sollte ohnehin kein Problem sein: Die Österreicher müssen dann nur 8,3 Millionen Euro an Gläubiger überweisen.

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