Auftakt der Berichtssaison: Kaufsignal im Dax

Auftakt der Berichtssaison: Kaufsignal im Dax

von Anton Riedl

Billige Energie, gute Unternehmensaussichten und niedrige Zinsen beflügeln deutsche Aktien.

Es sieht gut aus im Dax. Wie im Dax-Radar vom 9. Januar beschrieben, könnte nun der Sprung über die entscheidende Zone bei 9800/9850 Punkten gelungen sein. Dass sich der Dax in den vergangenen Tagen hartnäckig im oberen Bereich seiner Schwankungszone gehalten hat, spricht für die Stärke der Käufer. Die nächsten Ziele liegen zunächst bei 10.000 Punkten, die durchaus noch im Januar erreicht werden könnten; mittelfristig bis Frühjahr sind weiterhin 10.600 möglich.

Riedls Dax-Radar Spielraum bis 10600 Punkte im Dax

Die schnelle Erholung im Dax signalisiert eine Fortsetzung der grundlegenden Aufwärtstendenz. Pessimisten wittern überall Gefahr. Wenn der Ölpreis hoch ist, wie bis Mitte vergangenen Jahres, fürchten sie ein Abwürgen der Konjunktur. Wenn der Ölpreis niedrig ist, wie eben aktuell, sehen sie

Riedls Dax-Radar: Spielraum bis 10600 Punkte im Dax

Billiges Öl hilft der Börse

Ein wichtiger Motor ist die überraschende Öl-Baisse. Immer mehr Banken – zuletzt prominent Goldman Sachs – rechnen noch mit deutlich niedrigeren Notierungen. Das kann man natürlich schon wieder als Kontraindikator werten; dennoch dürfte zumindest kurz- bis mittelfristig der Druck auf die Ölnotierungen anhalten.

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Von der Opec kommt bisher noch kein Signal einer Drosselung. Hier sind die Taschen tief genug, einen weiteren Rückgang bis in Richtung 40 Dollar problemlos zu überstehen. Goldman rechnet sogar damit, dass die amerikanische Fracking-Industrie erst bei noch niedrigeren Ölnotierungen echte Probleme bekommt. In diesem Umfeld ist eine schnelle Wende des Ölpreises nach oben wenig wahrscheinlich.

Lufthansa wieder im Aufwind

Die Nachrichten zu den Dax-Unternehmen sind dabei eine entscheidende Unterstützung. Die Lufthansa etwa rechnet damit, dass sie wegen der Ölpreis-Baisse in diesem Jahr deutlich niedrigere Treibstoffkosten haben wird. Die Rede ist von einer Kostenersparnis von 900 Millionen Euro im Jahr 2015. Die werden natürlich nicht automatisch zu Gewinnen, denn auf der anderen Seite fallen Kosten für die jetzt eigentlich nicht notwendige Absicherung an; zudem bestehen weiter Unsicherheiten darüber, was die Pilotenstreiks die Lufthansa kosten.

Überraschend gute Zahlen Kleinfeld schafft bei Alcoa die Wende

Es geht aufwärts mit dem Aluminium-Konzern Alcoa. Aber ist das wirklich der Silberstreif am Wirtschaftshorizont, auf den die Anleger gewartet haben? Oder haben die Alcoa-Zahlen als Konjunkturbarometer ausgedient?

Aluminiumdosen in einer Schmelzanlage: Alcoa wendet sich von der Alu-Herstellung ab - das wirkt sich positiv auf die Quartalszahlen aus. Quelle: REUTERS

Für die Börse entscheidend aber ist, dass die tief gestürzte Lufthansa-Aktie plötzlich wieder ein positives Momentum erfährt. Reihum rechnen Analysten neu, und diese Prognosen werden höher ausfallen. Nach dem Absturz von 20 auf 11 Euro sollte die Aktie in den nächsten Wochen zumindest in die Zone 16 bis 18 Euro zurückkommen.

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