Ausblick: Anleger zittern vor neuen Krisenwochen

Ausblick: Anleger zittern vor neuen Krisenwochen

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Aktienhändler an der Börse in Frankfurt: nur kurzzeitige Erleichterung.

von Anton Riedl und Andreas Toller

Nach fulminantem Beginn schmelzen die Kursgewinne im Dax dahin. Jetzt kommt es darauf an, ob der Dax das Niveau um 6100 bis 6200 verteidigen kann. Die Ausgangslage ist gar nicht so schlecht.

Der deutsche Aktienmarkt hat am Montag nur kurzzeitig mit Erleichterung auf den Wahlausgang in Griechenland reagiert und bloß moderate Gewinne verbucht. Wegen der anhaltenden europäischen Schuldenkrise schrumpfte das Plus deutlich zusammen.

Der Leitindex Dax, der zum Auftakt noch um 1,39 Prozent zugelegt hatte, rutschte zwischenzeitlich sogar knapp in die Verlustzone und rettete bei 6248,20 Punkten ein moderates Plus von 0,30 Prozent ins Ziel. Der MDax behauptete Gewinne von 0,43 Prozent auf 10 089,15 Punkte. Für den TecDax ging es um 0,59 Prozent auf 731,16 Punkte hoch.

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Der Wahlerfolg der Sparbefürworter in Griechenland hat den Euro ebenfalls nur kurzzeitig gestützt. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zuletzt mit 1,2593 US-Dollar gehandelt. Im asiatischen Handel war der Euro mit 1,2747 am Morgen auf den höchsten Stand seit fast einem Monat gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,2618 (Freitag: 1,2596) Dollar festgesetzt.

Nur kurzes Aufatmen

Die Erleichterung über die Parlamentswahlen in Griechenland an den Finanzmärkten hielt nur kurz. „Das größere Problem sind derzeit eher die Probleme in Italien und vor allem in Spanien“, sagte Stephan Rieke, Devisenexperte bei der BHF-Bank. Vor allem der spanische Anleihemarkt geriet wieder stark unter Druck.

Die Rendite der zehnjährigen spanischen Anleihe stieg auf einen neuen Rekordstand von 7,241 Prozent. Aber zumindest sei in Griechenland eine Eskalation vermieden worden, sagte Rieke.

Die vorsichtige Reaktion am Devisenmarkt erklärte Rieke auch mit den in dieser Woche anstehenden Konjunkturdaten. Diese dürften wohl eine weitere Abschwächung der Wirtschaft in der Eurozone signalisieren. Daher zögerten viele Anleger bereits im Vorfeld, um Euro zu kaufen. „Die Nervosität an den Märkten ist weiter hoch.“ Dies zeigten die heftigen Kursausschläge.

In London wurde der Preis für die Feinunze Gold am Nachmittag mit 1615,50 (1627,25) Dollar gefixt. Der Rückgang spricht immerhin dafür, dass einige Anleger im Hinblick auf den Euro nicht mehr mit dem Schlimmsten rechnen.

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