Ausblick: Börsen zittern vor der Fed-Entscheidung

Ausblick: Börsen zittern vor der Fed-Entscheidung

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Der US-Dollar dürfte durch einen Ausstieg der Fed aus ihrem Wertpapierkaufprogramm aufwerten.

von Saskia Littmann

Die US-Notenbank Fed berät erneut über ihre Geldpolitik. Anleger dürfen gespannt sein - packt Ben Bernanke eine vorweihnachtliche Rute aus und drosselt das Wertpapierkaufprogramm schon im Dezember?

Am Dienstag sind die Notenbanker der US-Zentralbank Fed zu ihrer zweitägigen Sitzung zusammengekommen. Am Mittwochnachmittag wird Fed-Chef Ben Bernanke dann seine letzte große Pressekonferenz leiten und die Ergebnisse der Sitzung bekannt geben. Besonders vorweihnachtlich dürfte die Stimmung dennoch nicht ausfallen. Seit Anfang dieser Woche zittern die Märkte. Denn mittlerweile erwarten immer mehr Beobachter, dass die Fed eher früher als später ihr Anleihekaufprogramm zurückfahren wird. Noch kauft sie monatlich Papiere im Wert von 85 Milliarden Dollar auf, um die US-Wirtschaft mit dieser Geldspritze durch die Krise zu manövrieren. Sobald die Fed ihr sogenanntes Tapering beginnt, wird der Umfang des Unterstützungsprogramms schrittweise reduziert.

Die internationalen Börsen profitierten bisher am stärksten von Bernankes Geldregen. Umso größer ist jetzt das Zittern vor dem langsamen Ausstieg. Sollte die Fed ihre Anleihekäufe tatsächlich bereits im Dezember zurückfahren, rechnen Beobachter mit Turbulenzen an den Märkten. Aufgrund des vergleichsweise geringen Handelsvolumens vor Weihnachten könnten die Reaktionen umso heftiger ausfallen. Für ein reibungsloses Tapering ist der richtige Zeitpunkt ein wichtiger Faktor. Je stärker die Börsen den Schritt bereits antizipiert und eingepreist haben, desto geringer sollten die Reaktionen ausfallen. Während den Börsen eine Talfahrt droht, dürfte der Dollar im Fall einer Reduzierung der Wertpapierkäufe aufwerten. Das wiederum setzt vor allem die Schwellenländer unter Druck. Schon seit einigen Monaten haben Länder wie Brasilien oder die Türkei immer wieder Probleme, da Investoren ihr Geld dort abziehen und stattdessen in den wiedererstarkten Dollar investieren.

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Fed-Entscheidung Bernanke macht Rückzieher - billiges Geld bleibt

Die Fed traut sich nicht, langsam aus der expansiven Geldpolitik auszusteigen. Überraschend hat die US-Notenbank verkündet, ihr Anleihekaufprogramm weiter fortzusetzen. Macht das die Märkte skeptisch?

Fed-Chef Ben Bernanke hält die Märkte immer wieder in Atem. Quelle: AP

Bereits seit Monaten debattieren die US-Notenbanker immer wieder einen langsamen Rückzug aus dem Anleihekaufprogramm. Das geht regelmäßig aus den veröffentlichten Protokollen der Fed-Sitzungen hervor, den sogenannten Minutes. Schon im September hatten die Märkte fest mit dem Beginn des Taperings gerechnet. Aufgrund entsprechender Äußerungen Bernankes waren Händler auf den Schritt vorbereitet. Dann aber überraschte Heli-Ben Bernanke alle und belehrte sie eines besseren - die Anleihekäufe wurden fortgesetzt. Die aufblühende US-Wirtschaft sei noch robust genug, um ohne die Droge des billigen Geldes zu überleben, so die Begründung der Zentralbanker. Die Börsen reagierten erwartungsgemäß auf die Überraschung: neue Allzeithochs waren die Regel, die Herbstralley nahm Fahrt auf.

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