Banken Stresstest: 25 Banken sollen durchgefallen sein

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Banken Stresstest: 25 Banken sollen durchgefallen sein

Anleger scheinen unruhig zu werden, wenn sie an die Verkündung des Banken-Stresstest am Sonntag denken. So zumindest lassen sich die Verkäufe an der Börse deuten. Es kursieren Gerüchte, 25 Banken seien durchgefallen.

Kurz vor Veröffentlichung des EZB-Stresstestes wächst die Nervosität in der Finanzbranche. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete am Freitag unter Berufung auf einen Berichtsentwurf, dass europaweit 25 Banken durch den Gesundheitscheck durchgefallen seien.

Die Europäische Zentralbank (EZB) wies den Bericht zurück. „Alles zu diesem Zeitpunkt ist Spekulation“, betonte das Institut in Frankfurt am Freitag. Die finalen Ergebnisse gebe es erst an diesem Sonntag, nachdem der EZB-Rat sie beschlossen habe.
Nach Bloomberg-Informationen haben 15 der 25 Banken inzwischen aber genügend Kapital aufgebaut, um möglichen Krisen zu trotzen. Stichtag des Tests war der 31. Dezember 2013. Bei zehn Banken seien die Lücken bis heute zu groß. Das würde bedeuten: Sie sind nach Ansicht der Aufsichtsbehörden zu schwach und müssen ihre Kapitalpuffer stärken.
In den vergangenen Tagen hatte die spanische Nachrichtenagentur Efe berichtet, dass bei dem europäischen Banken-Stresstest mindestens elf Banken durchgefallen seien.

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Quelle: dpa/Montage

Ungeachtet der unzähligen Klagen, die mit der Deutschen Bank in Verbindung stehen, hat sie den Stresstest der Europäischen Zentralbank (EZB) jedoch bestanden, so die Information aus Finanzkreisen. Im simulierten Krisenfall kommt Deutschlands größtes Geldhaus nach den vorläufigen Ergebnissen auf eine harte Kernkapitalquote von 8,8 Prozent, wie zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag sagten. 5,5 Prozent hätten gereicht, um die größte Prüfung europäischer Institute aller Zeiten zu bestehen.

Dennoch muss die Deutsche Bank bangen: Im Skandal um Zinsmanipulationen stellt sie sich nach Angaben aus Finanzkreisen auf eine hohe Strafe der angelsächsischen Regulierer ein. Deutschlands größtes Geldhaus habe für die sogenannte Libor-Affäre inzwischen fast eine Milliarde Euro zur Seite gelegt, sagten mehrere mit der Sache vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag. Die Verhandlungen mit den Aufsichtsbehörden in den USA und Großbritannien seien weiter fortgeschritten. "Man versucht weiter alles, um das Thema bis Jahresende vom Tisch zu kriegen", sagte einer der Insider. Eine andere informierte Person betonte, am Ende liege es aber in den Händen der Regulierer, wann der Vergleich unterzeichnet werde. Die Deutsche Bank wollte sich zu den Informationen nicht äußern. Ein Sprecher der US-Aufsichtsbehörden äußerte sich nicht dazu.

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben den zuletzt guten Lauf am Freitag zum Kassemachen genutzt. Damit setzen sie auf Sicherheit: Mit dem Ergebnis des europäischen Bankenstresstests und der Zinssitzung der US-Notenbank Fed werfen zwei wichtige Ereignisse ihre Schatten voraus. Der besser als erwartete GfK-Konsumklimaindex half den Notierungen nicht.
Der Dax notierte am Nachmittag 0,54 Prozent im Minus bei 8998,84 Punkten. Auf Wochensicht schaffte der deutsche Leitindex indes einen Anstieg um über anderthalb Prozent, nachdem er am Donnerstag den dritten Tag in Folge mit einem Plus sowie erstmals seit zwei Wochen wieder über 9000 Punkten geschlossen hatte. Wegen Sorgen um die Weltwirtschaft war der Dax unter die Marke gerutscht.

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Auch den anderen deutschen Indizes fehlte vor dem Wochenende die Kraft für einen weiteren Anstieg: Der MDax der mittelgroßen börsennotierten Unternehmen sank um 0,28 Prozent auf 15.650,46 Punkte, der Technologiewerte-Index TecDax verlor 0,45 Prozent auf 1204,23 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,47 Prozent nach unten.

Marktanalyst Kornelius Barczynski vom Brokerhaus GKFX erinnerte an die am Sonntag anstehende Veröffentlichung der Bankenstresstest-Ergebnisse durch die Europäische Zentralbank (EZB). „Sollten sich die Gerüchte über eine Kapitallücke bei zwei italienischen Banken bestätigen, könnten die Märkte am Montag deutlich abgeben“, prognostizierte der Experte. Zuletzt hieß es in einem Medienbericht sogar, laut EZB-Unterlagen könnten 25 Institute durchfallen.

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