Batterie-Aktien: Wie Anleger in die Elektroauto-Zukunft investieren können

Batterie-Aktien: Wie Anleger in die Elektroauto-Zukunft investieren können

von Sebastian Kirsch

Das Auto der Zukunft fährt elektrisch, Hochleistungsbatterien sollen Millionen E-Autos antreiben und Solarstrom speichern. Mit Aktien der Batterie-Hersteller können Anleger profitieren, sollten aber auf der Hut sein.

Batterien und Akkus werden immer kleiner: In Smartphones beispielsweise stecken heute Energiespeicher, die früher ein Vielfaches an Platz benötigt hätten. Batterien werden aber auch immer voluminöser: Die derzeit größte findet sich in einer mehr als fußballfeldgroßen Industriehalle in der chinesischen Provinz Hebei, südwestlich von Peking.

Gebaut hat den größten stationären Speicher der Welt der Elektroautohersteller BYD in Zusammenarbeit mit der State Grid Corporation. Seit 2012 nutzt das chinesische Energieunternehmen als Netzbetreiber die Kapazität von 36 Megawattstunden, um Sonnenenergie aus einem Solarpark zwischenzuspeichern.

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Versorgungslücken von Wind- und Sonnenenergie sollen sich mit Batterien überbrücken lassen, wenn einmal Flaute herrscht oder Wolken den Himmel verhängen – ob mit Megawatt-Ungetümen oder im kleinen Stil für private Solaranlagen.

Akzeptanz der Elektroautos ist gestiegen

Im großen Stil versuchen zunehmend Automobilkonzerne, mit Batterien ihre neuen Elektroautos anzutreiben.

So erwartet Thomas Weber, Entwicklungschef bei Mercedes, dass insbesondere in der Kompaktklasse "die Elektromobilität eine tragende Rolle spielen" wird (WirtschaftsWoche 42/2013). Dank staatlicher Kaufprämien, Steuererleichterungen und anderen Privilegien ist die Akzeptanz der Stromer bei den Autokäufern in einigen Ländern Europas, Asiens und auch in den USA inzwischen deutlich gestiegen. So wurden im September in Norwegen bereits mehr Exemplare des Tesla Model S neu zugelassen als vom bisherigen Bestseller VW Golf. In Deutschland zündet die Elektromobilität hingegen noch nicht so richtig – bis Ende Januar waren hierzulande nur rund 7100 Elektroautos zugelassen. Hohe Fahrzeugkosten, bescheidene Reichweiten der Fahrzeuge und die Weigerung Berlins, den Kauf derartiger Fahrzeuge zu fördern, erschweren die Verbreitung der E-Mobile. Immerhin wächst das Angebot mit dem BMW i3 und dem VW e-Up. Und das große Ziel bleibt bestehen: Bis 2020 soll eine Million Autos mit reinem Elektroantrieb oder mit einer Kombination aus Verbrennungs- und Elektromotor zugelassen sein und Deutschland zum Leitanbieter für Techniken der Elektromobilität werden.

Das Auto der Zukunft fährt elektrisch

Auch wenn die hehren Ziele nicht erreicht werden sollten – dass das Auto der Zukunft elektrisch fährt, steht inzwischen kaum mehr infrage. Für die gesamte Fahrzeugindustrie hat dies weitreichende Folgen: Zuliefererstrukturen ändern sich, neue Anbieter treten auf den Plan. Vor allem Hersteller von Hochleistungsbatterien erwarten glänzende Geschäfte, von denen auch Anleger profitieren können. "Wir sehen einen starken Wachstumssektor, der 2015 bis 2017 abheben wird", sagt Steve Minnihan, Energieanalyst von Lux Research in New York.

Anleger, die in diesem Sektor investieren wollen, brauchen allerdings Mut und einen langen Atem. Denn: "Es kann sein, dass wir noch eine lange Einführungsphase der Technologien durchmachen müssen", sagt JinMing Liu von Ardour Capital in New York. Der Erfolg hänge davon ab, "inwieweit die Regierungen Speicherobjekte unterstützen werden, wie sich die Elektroautobranche entwickelt und wie groß der Einfluss der Produzenten aus Asien wird".

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5 Kommentare zu Batterie-Aktien: Wie Anleger in die Elektroauto-Zukunft investieren können

  • Die Schwachpunkte der sogen. Hochleistungs Li-ion Batterien werden wohlweislich unter den Teppich gekehrt: nicht nur extrem hohe installierte kWh-Kosten,welche E-Autos enorm verteuern (15'000 € für 20 kWh = 130 km) sondern auch: (1) mangelnde Lebensdaueer (unzureichende Zyklenfestigkeit). Die elektrische Kapazität nimmt bereits nach 18 Monaten ab und damit die schon geringe Reichweite. (2) die kritische Sicherheitslage: die kürzlichen Unfälle auf der Boeing 787 Dreamliner Flotte, die aufgrund von Batterie-Bränden zum weltweiten Grounding geführt haben. Die dtsch.-französ. Aerospace Industries hat darauf von weiterer Verwendung von Li-ion Batterien Abstand genommen und ist zu bewährten Ni-Cd und NiMH Batterien zurückgekehrt. Die Zukunft liegt in der elektrochem. Brennstoffzelle und weniger in der Batterietechnik. Mit enormen PR-Aufwand kämpft die Batterieindustrie dagegen an.

  • Man kann sein Geld aber auch direkt verbrennen oder?

  • Zwei Einwände gegen diesen Artikel: erstens - Gigawatt kann man nicht speichern, das ist eine Leistungseinheit. Es geht wohl um Gigawattstunden als Bezeichnung einer Energiemenge. Zweitens - die empfohlenen Aktien von Batterieherstellern würde ich nicht mal mit der Beißzange anfassen, außer ich wollte zocken. Sie sind ähnlich subventionsabhängig wie Solar- und Windradaktien in Deutschland, also Hochrisikopapiere, die politischer Willkür ausgesetzt sind.

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