Bayer kauft Monsanto: Übernahme lässt die Börse kalt

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Bayer kauft Monsanto: Übernahme lässt die Börse kalt

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Nach der Ankündigung der Monsanto-Übernahme, blieb die Reaktion an der Börse aus

von Andreas Toller

Bayer ist am Ziel, Monsanto nimmt das Übernahmeangebot für stolze 66 Milliarden Dollar an. An der Börse überzeugt Bayers Zukauf jedoch noch nicht.

"Das ist ein wahrhaft historischer Tag für Bayer und Monsanto", freute sich Bayers Vorstandschef  Werner Baumann am Mittwoch. "Dieser Schritt wird die Position von Bayer als führendem Life-Science-Unternehmen in der Welt deutlich stärken."

Dass Baumann dieser Auffassung ist, mag niemanden überraschen. Ganz so einhellig fällt das Urteil unter Börsenanalysten jedoch nicht aus. Und das liegt nicht nur am hohen Preis für die Übernahme.

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Der deutsche Chemieriese ist bereit, 66 Milliarden Dollar (58,8 Milliarden Euro) zu bezahlen. Ein entsprechendes Abkommen sei unterzeichnet worden. Demnach zahlt Bayer den Aktionären 128 Dollar pro Aktie. Das ist ein Aufschlag von 44 Prozent auf den Schlusspreis von Monsanto am 9. Mai, dem Tag, bevor die beabsichtige Übernahme bekanntgegeben wurde.

Der hohe Kaufpreis sei ohnehin nur zu rechtfertigen, wenn der zuletzt schwächelnde Markt für Saatgut und Agrarchemikalien in den nächsten Jahren einen neuen Boom erlebt. Doch daran bestehen erhebliche Zweifel.

Kauf ist strategisch sinnvoll

Nach Einschätzung vieler Markexperten ist der Kauf für Bayer dennoch strategisch und ökonomisch sinnvoll. Bei Bayer-Anteilseignern stieß der Deal bislang aber auf wenig Gegenliebe. Sie hatten ihn als zu teuer kritisiert und haben Bedenken, dass durch die Übernahme von Monsanto das Pharmageschäft zu kurz kommen könnte. Außerdem stören sich einige am sehr schlechten Image von Monsanto wegen aggressiver Geschäftsmethoden, gentechnisch veränderter Produkte und dem umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat.

Monsanto-Übernahme Vor diesen Herausforderungen steht Bayer-Chef Baumann

Paukenschlag in der Chemiebranche: Bayer schluckt Monsanto für 66 Milliarden Dollar. Die Integration wird eine Herkulesaufgabe. Vor welchen Herausforderungen Bayer-Chef Werner Baumann jetzt steht.

Nervenkrieg zwischen Monsanto-Chef Hugh Grant und Bayer-Vorstandsvorsitzendem Werner Baumann. Quelle: REUTERS

Nach Bekanntgabe der Einigung reagierten beide Aktien verhältnismäßig schwach. Die Bayer-Aktie konnte zwar zeitweise um gut vier Prozent zulegen, musste aber im Handelsverlauf den größten Teil der Gewinne wieder abgeben. Die Monsanto-Aktie reagierte hingegen enttäuschend. Bei einem Barkaufangebot für die Aktien zu 128 Dollar wäre eigentlich zu erwarten gewesen, dass der Kurs stark auf diese Marke zustrebt.

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