Berkshire Hathaway trennt sich von Exxon Mobile: Warren Buffett wird's beim Öl zu heikel

Berkshire Hathaway trennt sich von Exxon Mobile: Warren Buffett wird's beim Öl zu heikel

Der niedrige Ölpreis macht sich auch bei Starinvestor Warren Buffett bemerkbar - das "Orakel von Omaha" schmeißt seine Öl-Aktien aus dem Depot. Wer als Anleger folgt, ist jetzt aber zu spät dran.

Den Ölpreisverfall der vergangenen Monate hat auch Investorenlegende Warren Buffett nicht vorhergesehen. Nun wurde ihm der Energiesektor offenbar zu heikel, seine Investmentfirma Berkshire Hathaway trennte sich von Ölaktien. Berkshire hielt Ende Dezember keine Anteile mehr an den großen US-Ölunternehmen Exxon Mobil und ConocoPhillips, wie eine Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC vom Dienstag zeigt.

Ende September war Berkshire noch mit rund 41 Millionen Aktien im Wert von etwa 3,7 Milliarden Dollar an Exxon beteiligt und hatte 471 994 Anteilsscheine von ConocoPhillips im Portfolio. Beide Unternehmen hatten wegen des Ölpreisverfalls - seit Sommer haben sich die Preise mehr als halbiert - zuletzt kräftige Abstriche beim Gewinn machen müssen. Exxon Mobil ist der größte börsennotierte Ölkonzern weltweit. Das Unternehmen litt zuletzt stark unter dem Ölpreisfall, der Gewinn brach im vierten Quartal 2014 um gut ein Fünftel im Vergleich zum Vorjahr ein und lag bei 6,6 Milliarden Dollar.

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Bis zum vergangenen Sommer dürfte die Aktie des Ölriesen Buffetts Ansprüche noch erfüllt haben, danach reagierte das Papier auf die sinkflugartig fallenden Preise am Ölmarkt. Nach 104 Dollar im Sommer gab die Aktie bis auf knapp 86 Dollar nach. Irgendwann wurde das Buffett zu bunt, zwischen Oktober und Dezember verkaufte er seinen Anteil. Den genauen Verkaufszeitpunkt erfahren Anleger nicht, wer dem Starinvestor folgen will, muss auf die Meldung der US-Börsenaufsicht warten.

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Ähnlich verhält es sich auch beim Einstiegszeitpunkt. Bekannt wurde der Kauf Mitte November 2013, ebenfalls aufgrund eines Berichts der Börsenaufsicht SEC. Zu dem Zeitpunkt war der Einstieg bei Exxon mit 3,7 Milliarden Dollar Buffetts größter Deal seit IBM. Einige Anleger folgten dem Orakel, nachdem sein Exxon-Einstieg bekannt wurde stieg die Aktie nachbörslich um rund ein Prozent.

Buffett dürfte bei rund 89 Dollar je Aktie eingestiegen sein, je nach Zeitpunkt könnten es beim Verkauf bis zu 96 Dollar gewesen sein. Dennoch sollten sich Anleger nicht unbedingt von Buffett anstecken lassen und ihm wie gewohnt folgen. Denn seit ihrem Tiefpunkt im Dezember erholte sich die Exxon-Aktie wieder etwas und legte seit dem um fast acht Prozent zu. Auch in den letzten Tagen ging es für das Papier nach oben. Vermutlich werden erst die kommenden Wochen zeigen, ob Buffett mit seinem Ausstieg ein gutes Händchen bewiesen hat. Bis dahin sollten Anleger abwarten.



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