Berkshire Hathaway: Wie Warren Buffett die Börse rockt

Berkshire Hathaway: Wie Warren Buffett die Börse rockt

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Warren Buffetts Sinn fürs Geldverdienen ist legendär. Er hat binnen eines halben Jahrhunderts aus dem unbedeutenden Textilhersteller Berkshire Hathaway eines der wertvollsten Unternehmen der Welt gemacht. An der Börse bringt es das Konglomerat auf 268 Milliarden Dollar (204 Mrd Euro). Buffett ist Hauptaktionär, was ihn nach Schätzungen des US-Magazins „Forbes“ zum viertreichsten Menschen der Welt macht.

Warren Buffett hat für seine Aktionäre wieder einmal einen Milliardengewinn erwirtschaftet. Wie es mit der Berkshire Hathaway weitergehen und welche Rolle sein Sohn im Firmenimperium spielen soll.

In Warren Buffetts Imperium blühen die Geschäfte: Dank der anziehenden US-Konjunktur fährt die Beteiligungsgesellschaft der Investorenlegende satte Gewinne ein. Im vergangenen Quartal steigerte Berkshire Hathaway den Überschuss nach eigener Auskunft um fast 51 Prozent auf 4,9 Milliarden Dollar. Der Umsatz kletterte um 15 Prozent auf 43,8 Milliarden Dollar.

Die Berkshire-Aktionäre waren bereits vor Veröffentlichung des Zwischenberichts in Feierlaune. Der Aktienkurs des Unternehmens schloss am Freitag angetrieben von der Rally an der Wall Street auf einem Rekordhoch.

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Diese Aktien hat Buffett im Depot

  • Coca Cola

    Anzahl der Aktien: 200 Millionen

    Anteil am gesamten Unternehmen: 8,73 Prozent

    Anteil in Buffetts Portfolio: 21,6 Prozent

  • Wells Fargo

    Anzahl der Aktien: 320 Millionen

    Anteil am gesamten Unternehmen: 6,51 Prozent

    Anteil in Buffetts Portfolio: 19,56 Prozent

  • American Express

    Anzahl der Aktien: 151,6 Millionen

    Anteil am gesamten Unternehmen: 12,67 Prozent

    Anteil in Buffetts Portfolio: 19,56 Prozent

  • Procter & Gamble

    Anzahl der Aktien: 79,1 Millionen

    Anteil am gesamten Unternehmen: 2,74 Prozent

    Anteil in Buffetts Portfolio: 9,83 Prozent

  • Kraft Foods

    Anzahl der Aktien: 58,8 Millionen

    Anteil am gesamten Unternehmen: 3,4 Prozent

    Anteil in Buffetts Portfolio: 5,8 Prozent

  • Wal Mart

    Anzahl der Aktien: 39 Millionen

    Anteil am gesamten Unternehmen: 1,1 Prozent

    Anteil in Buffetts Portfolio: 4,26 Prozent

  • Wesco Financial

    Anzahl der Aktien: 5,7 Millionen

    Anteil am gesamten Unternehmen: 80,1 Prozent

    Anteil in Buffetts Portfolio: 4,32 Prozent

  • Conoco Phillips

    Anzahl der Aktien: 34,2 Millionen

    Anteil am gesamten Unternehmen: 1,93 Prozent

    Anteil in Buffetts Portfolio: 3,43 Prozent

  • US Bancorp

    Anzahl der Aktien: 69 Millionen

    Anteil am gesamten Unternehmen: 3,59 Prozent

    Anteil in Buffetts Portfolio: 3,51 Prozent

  • Johnson & Johnson

    Anzahl der Aktien: 10,3 Millionen

    Anteil am gesamten Unternehmen: 0,5 Prozent

    Anteil in Buffetts Portfolio: 2,7 Prozent

    Stand: 14.08.2012, Quelle: SEC, eigene Recherchen

Buffett hat binnen Jahrzehnten ein Reich geschmiedet, dass von einer Fast-Food-Kette (Dairy Queen) über eine Chemiefirma (Lubrizol) und einen Textilhersteller (Fruit of the Loom) bis hin zu einer Fluggesellschaft für Geschäftsreisende (Netjets) reicht. Hinzu kommen große Aktienpakete an börsennotierten Konzernen. Gerade kauft Buffett zusammen mit einem Finanzinvestor die Ketchup-Firma H.J. Heinz für 23 Milliarden Dollar auf.

Gewinngarant Versicherungen

Buffetts bunt gemischtes Firmenportfolio profitiert von der Wirtschaftsbelebung in den USA. So konnte sich etwa die Eisenbahngesellschaft Burlington Northern ebenso über eine steigende Nachfrage freuen wie der Lebensmittelgroßhändler McLane, der Wohnmobilhersteller Forest River und der Stromkonzern MidAmerican Energy. "Der glückliche Umstand ist derzeit, dass sich die Wachstumsbereiche der Wirtschaft in Berkshires Sortiment befinden", sagte Jeff Matthews, Gründer des Hedgefonds RAM Partners und Autor eines Buches über Buffett.

"Das Rückrat von Berkshire ist die Weltklassesammlung von Versicherungsunternehmen", ergänzte Investmentstratege David Rolfe von Wedgewood Partners. Dazu gehört etwa der Kfz-Versicherer Geico, dessen Geschäfte glänzend liefen. Auch im reinen Anlagen- und Derivategeschäft schossen die Gewinne hoch. Sie verdoppelten sich dort im Quartal nahezu auf 1,1 Milliarden Dollar. Buffett ist auch bei Großkonzernen wie General Electric (GE), Goldman Sachs, Coca-Cola, IBM und Wells Fargo engagiert. Eine weitere Großtransaktion ist allerdings nicht in Sicht. "Weil die Zinsen bei Null sind, werden sehr hohe Preise für Firmen gezahlt", erläuterte Verwaltungsratsvize Munger.

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